Neben Bürgern aus Tengern wehren sich auch Tonnenheider Bürger gegen geplante Mastställe. Im Kreishaus überreichten die BI-Vertreter gestern Abend gemeinsam 700 Unterschriften an Landrat Dr. Ralf Niermann. Die Tonnenheider hatten auch ein Protestplakat mitgebracht. - © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
Neben Bürgern aus Tengern wehren sich auch Tonnenheider Bürger gegen geplante Mastställe. Im Kreishaus überreichten die BI-Vertreter gestern Abend gemeinsam 700 Unterschriften an Landrat Dr. Ralf Niermann. Die Tonnenheider hatten auch ein Protestplakat mitgebracht. | © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR

Rahden/Minden Widerstand mit hunderten Unterschriften bekundet

Bürgerinitiativen aus Tonnenheide und Tengern wehren sich gegen geplante Hähnchenmastställe / Heute Gespräch im Rahdener Rathaus

Rahden/Minden (-sl-). Bürger aus Tonnenheide und aus Tengern wehren sich gegen den geplanten Bau von großen Hähnchenmastställen in ihren Ortschaften.

Gestern Abend haben sie das im Mindener Kreishaus auch gegenüber Landrat Dr. Ralf Niermann deutlich gemacht: Die Sprecher der beiden Bürgerinitiativen (BI), Volker Witting aus Tonnenheide und Carsten Stegmann aus Tengern, überreichten dem Landrat 700 Unterschriften gegen die Bauvorhaben. Allein die Tonnenheider steuerten 500 Unterschriften bei. Die Sorgen der Bürger nehme man ernst, sagte Niermann und sicherte den Tonnenheidern und Tengernern eine "Entscheidung nach Recht und Gesetz" zu. Am morgigen Mittwoch ist ein Erörterungstermin in Tonnenheide geplant, bei dem die Einwände gegen das Bauvorhaben besprochen werden sollen.

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Die Konstellation in Tonnenheide verlange eine ganz besonders sorgfältige Prüfung, erklärte Minden-Lübbeckes Landrat mit Blick auf den Umstand, dass die beiden Ställe mit insgesamt 80.000 Plätzen dort nur rund 200 Meter von der Grundschule entfernt geplant sind.

Am heutigen Dienstag treffen sich Vertreter der BI Tonnenheide mit Rahdens Bürgermeister Bernd Hachmann. Ziel dieses Gespräches solle sein, dass die Stadt Rahden den Tonnenheider Schulweg für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen sperren solle, erklärte Volker Witting. Gegenüber dem Bürgermeister wolle man auch einen generellen Flächennutzungsplan für Tonnenheide anregen. In einem solchen Plan könnten Standorte für Mastställe, Biogas-Anlagen oder Windräder festgelegt werden.

Zudem möchten die BI-Vertreter um Volker Witting anregen, dass die Stadt als Schulträger ein Gegengutachten zu Gefahren für die Schule durch die großen Mastställe erstellen lässt. "Ein richtiges Gutachten muss her – als Gegenstück zu dem, was der Investor vorgelegt hat", erklärte Volker Witting. Mittlerweile habe der Investor in die Pläne auch die Schule eingezeichnet. Bisher sei die nicht vermerkt gewesen. ¦Bericht folgt

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