Für ihre Anregungen zur Dorfentwicklung im Rahmen der gestarteten Umfrage konnten die ausgelosten Teilnehmer tolle Preise von den Vertretern der Bürgerstiftung Christian Aukamp und Claudia Jeske (v. l.) sowie Roland Mettenbrink (5. v.l.) in Empfang nehmen. - © FOTO: ANJA SCHUBERT
Für ihre Anregungen zur Dorfentwicklung im Rahmen der gestarteten Umfrage konnten die ausgelosten Teilnehmer tolle Preise von den Vertretern der Bürgerstiftung Christian Aukamp und Claudia Jeske (v. l.) sowie Roland Mettenbrink (5. v.l.) in Empfang nehmen. | © FOTO: ANJA SCHUBERT

Viele Ideen für eine attraktive Zukunft

Umfrage der Bürgerstiftung Pr. Ströhen fand große Resonanz / Preise an Ideenspender übergeben

Rahden-Pr. Ströhen. Was kann für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senioren getan oder verändert werden? Was ist an diesem Dorf besonders schön, was zeichnet es aus? Fragen, die die Dorfentwicklung in Pr. Ströhen weiter vorantreiben sollen. Die örtliche Bürgerstiftung hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die Belange und Wünsche der Einwohner bei einer solchen "Zukunftsplanung" in den Mittelpunkt zu stellen.

Unter dem Motto "Pr. Ströhen – genau der richtige Ort?" startete die Stiftung kurz vor Beginn des Marktes im September eine Umfrage in der Bevölkerung, um erfahren was den Menschen an der Landesgrenze wirklich am Herzen liegt oder unter den Nägeln brennt. Zudem ließ der entwickelte Fragebogen Raum für konstruktive Ideen und Visionen, wie Pr. Ströhen in zehn Jahren aussehen könnte.

Information
   
   
   
      
   INFO
Die Gewinner der Preise
      

   
   
   
      
   ´Folgende Ideenspender haben gewonnen:
´Sieglinde Kuhlmann (Energiegutschein der Bioenergie Pr. Ströhen über 250 Euro), Albert Windhorst (Essen für zwölf Personen im Gasthaus Buschendorf), Joachim Straßburg (Auffrischungsfahrstunde der Fahrschule Schiwek), Mettina Meerhoff (Auemarkt-Präsentkorb), Wilhelm Helmerking (drei Vogelhäuser des Raiffeisenmarktes Pr. Ströhen), Hilde Woltmann (Speukenkieker-Gutschein), Tanja Rose (Gutschein des Blumenhauses Rempe), Familie Tinnemeier (T-Shirt mit Aufdruck- FT Promotions); Kirsten Schlüter (Gutschein der Heilpraktikerin Karin Gabriel) Familie Löwen (Wellnesspaket der Aue Apotheke); Heidi Asche (Partyplatte des Partyservice Seniorenheim Gärtner), Familie Streek (Frühstücksgutschein Bäckerei), Ulrich Hartke (eine Torte von den Landfrauen), Friedhelm Borcherding (schickes Auto für einen Tag vom Autohaus Dieker, Gebr. Schubert OHG). Alle Angaben ohne Gewähr. (jam)
      

   
   
      

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Der Vorstand konnte jetzt einen ersten erfreulichen Überblick über die eingegangenen Anregungen geben. "Der Zuspruch war super, es gab viele neue Denkanstöße, obwohl sich natürlich nicht alles verwirklichen lässt", konnten Claudia Jeske und Christian Aukamp vom Stiftungsvorstand ein positives Resümee ziehen. Mehr als 100 Einzelpersonen und Familien hatten sich an der Umfrage beteiligt. Unter allen Rückläufen wurden als Belohnung von örtlichen Betrieben gestiftete Preise im Wert von mehr als 1.500 Euro verlost, die im Gemeindehaus übergeben wurden.

Viel Lob gab es für die Präsenz von Kindergarten und Grundschule, den Aue-Markt als Einkaufs- und Begegnungsstätte, Sportmöglichkeiten, Apotheke und Hausarztpraxis vor Ort sowie den geringen Leerstand, den die Ortschaft an der Landesgrenze verzeichnet. Auch das breit gefächerte intakte Vereinsleben erhielt viel Pluspunkte.

Anregungen für die Zukunft reichten von Café oder Eisdiele als Treffpunkt für Jung und Alt, Jugendtreff und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie Skaterbahn und Open-Air-Festivals über Haltestation für einen Bürgerbus und Fahrdienst für Senioren bis hin zum Bau einer Brücke über die neue Fischtreppe, Ausbau des Radwegenetzes und dem Angebot billigerer Bauplätze, die die Attraktivität für den Zuzug bei jungen Familien steigern sollen. "Klar wären auch Kino oder Schwimmbad direkt vor Ort für die Bewohner toll, doch man muss auch den Kostenrahmen bedenken", weiß Christian Aukamp.

Die Realisierung des Schulbusprojektes für die Grundschüler sowie die Unterstützung der Erneuerung der Anlage rund um das Ehrenmal im Ortskern seien erste Früchte der vor knapp zweieinhalb Jahren begonnen Arbeit.

"Jede Meinung ist uns wichtig, wenn wir unser Dorf attraktiv und zukunftsfähig gestalten wollen", unterstrich auch Kuratoriumsvorsitzender Roland Mettenbrink.

Was sich von den Anregungen über kurz oder lang verwirklichen lässt, wollen die Aktiven prüfen. "Das geht nicht von heute auf morgen, und wir können und wollen die Dorfentwicklung nicht alleine betreiben", so Claudia Jeske. "Wir stehen aber auch dafür, Stimmungen aufzufangen, Gespräche anzuleiern und Kontakte zu vermitteln, die zur Umsetzung und Weiterentwicklung beitragen könnten."

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