Freie Sicht: Der Kirchplatz im Herzen Rahdens steht vor einer Umgestaltung. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Freie Sicht: Der Kirchplatz im Herzen Rahdens steht vor einer Umgestaltung. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Rahden Erste Bäume auf Rahdener Kirchplatz gefällt

Kirchplatz: Die Gremien beraten über die Umgestaltung des wichtigen innerstädtischen Bereichs. Dabei müssen Fristen beachtet werden

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Die ersten fünf Bäume sind aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt worden. Auch die verbliebenen Bäume auf dem Rahdener Kirchplatz sollen in absehbarer Zeit fallen. Ein Gutachter hatte schwere Schäden festgestellt und den Bäumen keine Perspektive mehr attestieren können. Die maroden Bäume müssten gefällt werden, bevor mit der Umgestaltung des Kirchplatzes begonnen wird. Den gesetzlichen Bestimmungen zufolge müssen Bäume bis Ende Februar gefällt werden. Das wäre ein wichtiger Zeitpunkt, was die Umgestaltung des Kirchplatzes angeht. Bäume müssen bis Ende Februar gefällt werden Neuanpflanzungen sollen her und der Boden vorher aufgearbeitet oder ausgetauscht werden. Auf der Südseite der St.-Johannis-Kirche, so ist es Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde Rahden, soll es neue Bäume geben, die an diesem Standort eine Perspektive über viele Jahrzehnte haben. Angedacht ist das Pflanzen von neuen Linden. Der Bereich des ehemaligen Friedhofes soll, so hatte es bislang geheißen, zu einer grünen Oase werden. Bevor aber der erste Stein auf dem Kirchplatz umgesetzt wird, gibt es mehrere Punkte, die bis dahin abgearbeitet sein müssen. Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde muss den Planungen zustimmen, die Landeskirche ebenfalls und auch die städtischen Gremien müssen grünes Licht geben. Bauausschuss am 14. Dezember Mit dem Bauausschuss ist am Donnerstag, 14. Dezember, ein städtisches Gremium an der Reihe. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus. Das Büro des Landschaftsarchitekten Marcel Adam aus Potsdam wird den aktuellen Entwurf der Kirchplatz-Gestaltung vorstellen. Die Verwaltung schlägt der Politik vor, der Umgestaltung des aus ihrer Sicht wichtigsten innerstädtischen Platzes in der Innenstadt auf der Grundlage des im Bauausschuss vorgestellten Entwurfs zuzustimmen. Die Maßnahme, so plant es die Stadtverwaltung, soll dann im kommenden Jahr umgesetzt werden. Auch hier ist nicht beliebig Luft nach oben, da die Stadt Zuschüsse erhält und die zeitlich befristet sind. Eigentlich hätte der Bau schon beginnen müssen; für die Nutzung der Zuschüsse hatte die Stadt schon eine "Verlängerung" bekommen. Dem Bauausschuss schlägt die Stadtverwaltung außerdem vor, mit der Kirchengemeinde als Grundstückeigentümerin einen Gestattungs- und Nutzungsvertrag zum Ausbau und zur langfristigen öffentlichen Nutzung des Platzes abzuschließen. Funktion als Begegnungsfläche Durch die Umgestaltung soll das Areal an St. Johannis seine Funktion als innerstädtische Aufenthalts- und Begegnungsfläche wiedererhalten. Dazu zählen dann die Neuordnung der Grünflächen mit den rund zwölf neuen Linden, die Erneuerung von Wegen inklusive Vernetzung mit dem Bereich außerhalb des Kirchplatzes und eine neue Beleuchtung. Die Oberflächen des Platzes sollen passend zur Kirchringbebauung gestaltet werden. Die Bürger sollen bereits am nächsten Mittwoch, 13. Dezember, bei einem gemeinsamen Info-Abend der Stadt und der Kirche über die geplante Platz-Umgestaltung informiert werden. Die Vorstellung beginnt um 19 Uhr in der St.-Johannis-Kirche.

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