Arbeiten gut zusammen: Wehrführer Mark Ruhnau (l.) und seine beiden Stellvertreter Reiner Langhorst (Mitte) und Carsten Kunter leiten die Feuerwehr Rahden. Ruhnau nahm gestern im Ausschuss zur Lage bei der Feuerwehr Stellung. - © Foto: Archiv Joern Spreen-Ledebur||
Arbeiten gut zusammen: Wehrführer Mark Ruhnau (l.) und seine beiden Stellvertreter Reiner Langhorst (Mitte) und Carsten Kunter leiten die Feuerwehr Rahden. Ruhnau nahm gestern im Ausschuss zur Lage bei der Feuerwehr Stellung. | © Foto: Archiv Joern Spreen-Ledebur||

Rahden Feuerwehr sucht weitere Mitglieder

Feuerwehr: Mark Ruhnau beklagt Verzögerungen bei den Bauvorhaben in Varl-Sielhorst und in Tonnenheide. Starke Mannschaft ist wichtig

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. An einer Stelle wird nun gebaut, an einer anderen Stelle warten Feuerwehrleute sehnlichst darauf. An der Lemförder Straße in Kleinendorf entsteht das neue Gerätehaus für die Löschgruppe Varl-Sielhorst, in Tonnenheide soll das vorhandene Gerätehaus modernisiert werden. Nicht alles läuft wie erhofft, wie Feuerwehrchef Mark Ruhnau gestern im Rahdener Feuerwehrausschuss anmerkte. "Die beiden auf den Weg gebrachten Bauprojekte sind beide leider noch nicht so weit, wie man sich das wünschen würde", sagte Ruhnau. Der Neubau Varl-Sielhorst habe "irgendwo zwischen Architekt, Statiker und Prüfstatiker gehakt, da diese sich nicht einig wurden". Dabei sei es hier für die Wehr umso wichtiger, das nach den ganzen Aufregungen dieser Bau schnell fertiggestellt werde, "damit wir am neuen Standort wieder mit einer motivierten Mannschaft rechnen und arbeiten können". Zurzeit gebe es aufgrund mehrerer Standorte für die Fahrzeuge doch erhebliche Reibungsverluste oder Mehraufwand und der sichtbar fehlende Baufortschritt trage nicht zur Motivation der Mannschaft bei, sondern führe in der Löschgruppe eher schon zur Resignation. Baugenehmigung vor Kurzem Für den Umbau in Tonnenheide ist nach Angaben Ruhnaus vor Kurzem erst die Baugenehmigung gekommen und es sei weder eine Ausschreibung gelaufen und demnach auch noch kein Handschlag am Bau getan. Ruhnau sprach von einem "kompletten Jahr ohne sichtbare Veränderungen". Besser zufrieden war der Leiter der Feuerwehr hinsichtlich der Mitgliederentwicklung. Der Feuerwehr der Stadt Rahden gehören derzeit 185 Aktive an - nach Angaben Ruhnaus zwei mehr als im Vorjahreszeitraum. Stärkste Gruppe ist der Löschzug Rahden mit 41 Männern und sechs Frauen. Varl-Sielhorst zählt 40 Aktive, der Löschzug Pr. Ströhen 36 Aktive, Tonnenheide 34 Aktive und Wehe hat 27 Männer und eine Frau. Hinzu kommen nach Angaben des Feuerwehrchefs noch 31 Tagesbereitschaftskräften auf Stadtebene. Davon stammen zehn Kräfte aus benachbarten Feuerwehren. In Rahden gibt es 13 Kräfte in der Tagesbereitschaft, in Varl-Sielhorst 10, in Wehe 5 und in Pr. Ströhen 3. Der Jugendfeuerwehr in Rahden gehören 33 Jungen und drei Mädchen an, der Gruppe in Pr. Ströhen 18 Jungen und zwei Mädchen. Insgesamt sind das 56 Jugendliche. Das, so sagte es Mark Ruhnau, sei nochmals ein Minus von fünf Jugendlichen. Von den insgesamt 14 Abgängen aus der Jugendfeuerwehr seien aber fünf junge Menschen in die aktive Wehr gewechselt. "Insgesamt stehen wir damit aktuell bei der Mitgliederzahl, insbesondere natürlich bei den Mitgliedern der Einsatzabteilung, also immer noch auf Vorjahresniveau oder sogar geringfügig besser da", merkte der Wehrführer an. Insgesamt würde er sich insbesondere in Wehe und in Pr. Ströhen mehr neue Mitglieder wünschen. Für Varl-Sielhorst werde die Fertigstellung des Neubaus hoffentlich noch einmal einen Schub geben. "Insgesamt müssen wir aber weiterhin um neue Mitglieder werben", machte Ruhnau deutlich. Die veränderte Arbeitswelt, aber auch das geänderte Freizeitverhalten, forderten heute eigentlich "eine stärke Mannschaft als je zuvor, um auch weiterhin jederzeit einsatzbereit zu sein". Zwei neue Löschfahrzeuge In den vergangenen Monaten hatte die Feuerwehr zwei neue Löschfahrzeuge des Typs LF 10 bekommen. Das Tonnenheider Fahrzeug war bereits übergeben worden. Das LF 10 für Varl-Sielhorst soll nach bisherigen Planungen zusammen mit dem neuen Gerätehaus eingeweiht werden. Neue Fahrzeuge bedeuteten aber auch immer viel Arbeit in den Löschgruppen. So müsse sich doch jeder Feuerwehrmann im Ernstfall wieder mit dem Fahrzeug auskennen, sagte Ruhnau. Hierfür wurden in beiden Löschgruppen wieder viele Sonderdienste geleistet. "Beide Fahrzeuge stärken natürlich die Schlagkraft der Feuerwehr Rahden, die Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans wurden damit umgesetzt", so der Wehrführer. Insgesamt sei man auf einem guten Stand bei der Ausrüstung und der persönlichen Schutzausrüstung. Die Einführung einer Kleiderkammer auf Stadtebene habe sich hierfür mehr als bewährt.

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