Engpass: Die Straße Auf der Welle teilen sich im Abschnitt zwischen Weher Straße und Langer Reihe derzeit Verkehrsteilnehmer auch mit den Staplern der Firma Meier Guss. Hinzu kommen Lastwagen, die das Unternehmen ansteuern. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| - © Joern Spreen-Ledebur
Engpass: Die Straße Auf der Welle teilen sich im Abschnitt zwischen Weher Straße und Langer Reihe derzeit Verkehrsteilnehmer auch mit den Staplern der Firma Meier Guss. Hinzu kommen Lastwagen, die das Unternehmen ansteuern. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Straßenverkehr soll beruhigt werden

Rahdener Unternehmen setzt auf Werksstraße

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. In den nächsten Wochen wird in Rahden eine endgültige Entscheidung der Politik über den Antrag der Firma Meier Guss erwartet, den Abschnitt der Straße "Auf der Welle" zwischen Weher Straße und Langer Reihe zur Werksstraße umzuwandeln. Die Frist für Einwendungen ist abgelaufen und viele Einwendungen habe es nicht gegeben, sagte Bürgermeister Bert Honsel auf NW-Anfrage. Hinweise seien von einzelnen Anliegern und aus der Gruppe der 180 Bürger gekommen. Sie hätten noch einmal auf die verkehrsberuhigenden Maßnahmen hingewiesen. Die sollten, so hatten es die Anlieger immer erklärt und gefordert, umgesetzt werden, bevor die Werksstraße komme. Gefordert werden von den Bürgern auf Stellerloh unter anderem Einengungen, ein Tempolimit und der Ausschluss von Durchgangsverkehr. Zudem soll es von der Langen Reihe einen beleuchteten Geh- und Radweg übers Feld zur Weher Straße geben, damit Passanten und Radfahrer keine allzu weiten Umwege haben. Umwege für Anlieger waren ein wichtiger Punkt, auf den die Gegner der Werksstraße wiederholt hinwiesen. "Man muss nun in den politischen Gremien diskutieren", sagte Honsel. Wenn die Entscheidung pro Werksstraße komme, dann müsse man im Rahmen dieser "Entscheidungsfindung sprechen, wie schnell die verkehrlich entlastenden Maßnahmen dann umgesetzt werden". Es sei wichtig für die Anlieger, dass Maßnahmen zeitnah umgesetzt würden. »Bürger werden definitiv nicht an den Kosten beteiligt« Um das zu gewährleisten, denke die Stadt darüber nach, mit Meier Guss eine städtebauliche Vereinbarung abzuschließen, sagte der Bürgermeister. In der könnten dann verbindlich die einzelnen verkehrlichen Maßnahmen, die Finanzierung und die Umsetzungs-Zeitpunkte verbindlich geregelt werden. Geplant ist, dass über den Vertragsentwurf im September in der nächsten Sitzung des Bauausschusses und dann im Oktober im Stadtrat gesprochen und entschieden wird. Der Bauausschuss tagt am 21. September, der Stadtrat am 19. Oktober. Vor den Sitzungen werde die Stadt noch einmal mit den Vertretern der Anliegern sprechen, kündigte Bert Honsel an. Als "sehr konstruktiv" bewertete Bert Honsel die Gespräche mit den Fachbehörden zu den verkehrlichen Maßnahmen auf Stellerloh. Beim Ortstermin waren neben der Stadt auch die Polizei und das Straßenverkehrsamt des Kreises dabei. "Das, was werden kann, das wird zur Verkehrsberuhigung führen." Da sei er sich sicher, machte der Rahdener Ratsvorsitzende deutlich. Die rechtlich notwendigen Schritte seien eingeleitet. Was mit dem namenlosen Stichweg zwischen Weher Straße und Stellerloh passiere, dazu wollte sich der Bürgermeister noch nicht äußern. Das werde man im Rahmen des Beschlussvorschlages sehen. Die verkehrlichen Maßnahmen und damit auch den Geh- und Radweg übers Feld will Meier Guss bezahlen. Die entsprechende Zusage stehe, hatte Geschäftsführer Andreas Rehmer gegenüber der NW noch einmal bekräftigt. "Die Bürger werden definitiv nicht an den Kosten beteiligt", bekräftigte auch Bürgermeister Bert Honsel. Die Kosten werde Meier Guss übernehmen. Ob die Werksstraße noch in diesem Jahr umgesetzt wird? Das sei ein nachvollziehbarer Wunsch von Meier Guss, merkte der Bürgermeister an. Schauen müsse man, wie die Politik reagiere "und wie die Beratungen ausgehen", verwies er auf die anstehenden Beratungen.

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