Zement für den Grundstein: Auch Bürgermeister Bert Honsel wünschte dem Projekt alles Gute und gab etwas Baustoff auf die zuvor in den Stein eingelassene Kapsel. - © Joern Spreen-Ledebur
Zement für den Grundstein: Auch Bürgermeister Bert Honsel wünschte dem Projekt alles Gute und gab etwas Baustoff auf die zuvor in den Stein eingelassene Kapsel. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Grundstein für Gesundheitszentrum in Rahden gelegt

Bürgermeister dankt allen Beteiligten

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Der 29. November 2016 war ein besonderer Tag für Rahden. Daran erinnert eine Urkunde. Die nennt nicht nur führende Politiker in Bund und Land sowie Rahdens Bürgermeister Bert Honsel. Diese Urkunde ist auch eine bleibende Erinnerung an eine für Rahden so wichtige Grundsteinlegung: für das Gesundheitszentrum neben dem Krankenhaus. Im nächsten November soll es fertig sein. Lange war in der Politik über das Projekt diskutiert und gerungen worden, Investoren wurden gesucht. Nun ist es endlich soweit, auf der Baustelle für das künftige Gesundheitszentrum gibt es wichtige Fortschritte. Wie bedeutend und wichtig das Projekt für die Stadt Rahden ist, das machten gestern auch die vielen Gäste bei der offiziellen Grundsteinlegung deutlich. Neben Carl-Ludwig Schumacher, Stephan Heilmann und Ulf Müller von der Firma Schumacher (Wolfenbüttel) als Investor des Projektes und Vertretern der Stadt- und der Kreisverwaltung waren auch angehende Mieter, Architekt Ralf Lenk und ein großer Teil des Stadtrates vor Ort. Und sie strahlten mit der Sonne um die Wette. Schönes Wetter für einen Moment, auf den lange gehofft wurde, merkte Ulf Müller an. Ärztliche Versorgung in Rahden sicherstellen Von einem "für die Stadt immens wichtigen Gebäude" sprach denn auch Bürgermeister Bert Honsel. Man bewege ein kleines Stück Erde, aber es sei ein großes Projekt für die Bürger. "Über dem Grundstein wird sich künftig ein attraktives Gebäude mit Ärzten, Apotheke und weiteren Nutzern erheben", sagte der Ratsvorsitzende. Er sei froh, "dass der Bau endlich beginnt". Der frühere Bürgermeister Bernd Hachmann und Bauamtsleiter Dieter Drunagel hätten schon vor Jahren die Idee zu einem Ärztehaus gehabt. Die ärztliche Versorgung sei schließlich auch der Demografie unterworfen. Mit Blick auf den Altersdurchschnitt bei den Medizinern und der nicht einfachen Nachfolgersuche gebe es in vielen Kommunen Sorgen, meinte Honsel. Das Gesundheitszentrum solle die medizinische Versorgung in Rahden sicherstellen. Der Bürgermeister erinnerte an intensive Gespräche von ihm und Drunagel mit Investoren. Er erinnerte auch daran, dass der Rat einstimmig die zukunftsweisende Investition beschlossen habe. Für die konstruktive Diskussion und den Beschluss dankte der Ratsvorsitzende den Stadtverordneten. Ein Dank an den Kreis, der gestern durch Dezernent Hans-Joerg Deichholz vertreten wurde, richtete Honsel für die schnelle Erteilung der Baugenehmigung. Ein weiterer Dank für die Unterstützung ging auch an die Adresse der benachbarten Mühlenkreiskliniken. Nach kurzer Überlegung habe die Firma Schumacher das Projekt als Investor übernommen, sagte Honsel. "Rahden ist froh, Sie zu haben. Sie sind Profi und ein ehrlicher und sympathischer Geschäftspartner - für die Stadt und die künftigen Mieter." Der Entwurf von Ralf Lenk passe sich gut ins Stadtbild ein. Er verbinde architektonische Kunst und Zweckmäßigkeit. Die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten würdigten auch Ulf Müller und Carl-Ludwig Schumacher. Müller erinnerte an die Entwicklungen der vergangenen Monate. Am 3. Mai sei die Firma gefragt worden, ob sie das Projekt übernehmen wolle, wenig später folgte ein erster Termin beim Kreis. Am 10. Juni habe man zugesagt, am 7. Juli das Projekt im Rat vorgestellt und am 8. Juli den Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet. Auch Müller freute sich über den zügigen Ablauf und die schnelle Erteilung der Baugenehmigung. Beim nun angelaufenen Bau sollten so viele heimische Firmen wie möglich um Zuge kommen, meinte Müller. Das sei Schumacher als künftigem Vermieter auch wegen der Betriebssicherheit wichtig. Er erinnerte an den geplanten Wettbewerb, bei dem Bürger Namensvorschläge für das Haus machen können. Für den Sieger gibt es ein Wochenende in der ostniedersächsischen Residenzstadt Wolfenbüttel. Als Zugezogener habe er mitbekommen, mit wie viel Sehnsucht und Mut das Projekt angegangen worden sei, sagte Pfarrer Udo Schulte. Im künftigen Haus sollten Menschen mit körperlicher Not Zuwendung finden. Viele Menschen, auch Flüchtlinge, hätten Angst, vor Ort keine Hilfe zu finden. Hier fänden sie die aber und das sei auch wichtig, um in einem Ort gut zu leben.

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