Der Abschnitt der Straße "Auf der Welle" in Rahden zwischen Weher Straße und Langer Reihe soll eingezogen und Werksgelände von Meier Guss werden. - © Joern Spreen-Ledebur
Der Abschnitt der Straße "Auf der Welle" in Rahden zwischen Weher Straße und Langer Reihe soll eingezogen und Werksgelände von Meier Guss werden. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Werksstraße soll schnell her

Rahdener Politik reagiert auf Klage einer Bürgerin

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Mit deutlicher Mehrheit stimmte der Rahdener Bauausschuss dafür, dass die Stadt den sofortigen Vollzug der Einziehung des Teilstücks „Auf der Welle" zwischen Weher Straße und Langer Reihe anordnet. Nur Marion Spreen (SPD) war dagegen. Das Straßenstück soll laut Ratsmehrheit Teil des Werksgeländes von Meier Guss werden. Den von einer Mehrheit der Politik gebilligten Vorschlag der Verwaltung begründete Bürgermeister Bert Honsel damit, dass eine Bürgerin aus Rahden vor dem Verwaltungsgericht Minden Klage gegen den Ratsbeschluss erhoben habe (die NW berichtete) und Verfahren vor Verwaltungsgerichten wegen der zahlreichen Asylverfahren bis zu vier Jahre dauern könnten. Die Stadt habe wegen der Anordnung des sofortigen Vollzugs abgewogen, sagte Honsel. Das Interesse der Firma Meier als Verfahrensbeteiligter überwiege, sagte Honsel mit Hinweis auf die Sicherung des Standortes mit seinen 250 Jobs und die Bedeutung von Meier Guss als Gewerbesteuerzahler. Erst Verkehrsberuhigung, dann Straßenschließung Die Klägerin habe Interesse, den kürzesten Weg in die Innenstadt zu nutzen. Aus Sicht der Verwaltung sei der Umweg aber zumutbar. Gegen die sofortige Anordnung könne die Klägerin Rechtsmittel einlegen, so Honsel. Er sieht einem Gerichtsverfahren zuversichtlich entgegen und ist überzeugt, dass die Werksstraßen-Entscheidung der Stadt nicht rechtswidrig ist. Marion Spreen will „eine Beurteilung den Verwaltungsgerichten überlassen und nicht der Verwaltung". Alle anderen Politiker stützten den Vorschlag der Verwaltung. Die Stadt solle Meier Guss zur Seite stehen, sagte etwa Thomas Möller (FDP) mit Verweis auf die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Spreens Frage, ob der Geh- und Radweg von der Langen Reihe übers Feld zur Weher Straße sowie die verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf Stellerloh vor Schließung des Straßenstücks „Auf der Welle" erfolgten, bejahte Honsel.

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