Es geht weiter: Der Betrieb im Gasthaus Am Museumshof läuft weiter. Das gaben Thomas Holle von der Brauerei Barre und Gastronom André Köhler gestern Abend bekannt. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Es geht weiter: Der Betrieb im Gasthaus Am Museumshof läuft weiter. Das gaben Thomas Holle von der Brauerei Barre und Gastronom André Köhler gestern Abend bekannt. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Rahden Betrieb im Traditionshaus Am Museumshof geht weiter

Die Brauerei Barre und Gastronom André Köhler arbeiten zusammen. Bewährtes Angebot bleibt und wird mit neuen Punkten ergänzt. Ideen zur künftigen Ausrichtung

Joern Spreen-Ledebur

Rahden-Kleinendorf. Thomas Holle von der Geschäftsleitung der Brauerei Barre und Gastronom André Köhler hatten gestern Abend eine für Kleinendorf und umzu wichtige Nachricht: Im traditionsreichen Gasthaus Am Museumshof geht es weiter. Darauf hätten sie sich verständigt, sagte Holle. Er erinnerte daran, dass Gastronom André Köhler "ins kalte Wasser gesprungen" sei und den Betrieb vorzeitig von Frank Ruscher übernommen habe. Im Dezember vorigen Jahres sei das gewesen anstatt wie eigentlich geplant im kommenden Frühjahr. Köhler habe den Geschäftsbetrieb im Gasthaus Am Museumshof aufrecht erhalten und im laufenden Betrieb festgestellt, welche Probleme das Objekt habe - in personeller Hinsicht und bei der Auslastung. Die Anlaufphase sei schwierig gewesen, räumte Thomas Holle ein. Die Brauerei habe gedacht, dass Köhler als "einer von hier" schnell Akzeptanz habe. Es sei aber etwas anders gelaufen als gedacht. Die Kuh ist vom Eis "Wir haben geschaut, wie wir die Kuh vom Eis kriegen", sagte Holle. Und vom Eis ist die Kuh und der Blick von Holle und Köhler geht nach vorn. Für das komplette Jahr 2018 ist eine Zusammenarbeit von Barre und Köhler ausgemacht - mit jederzeitiger Option auf Verlängerung. Schauen wolle man, wie sich der Betrieb und die Auslastung des Saals entwickelten. Die Vereine und Bürger aus Rahden und Kleinendorf brauche man als Nutzer, machten Thomas Holle und André Köhler gestern Abend deutlich. Köhler kündigte an, Kontakt zu den örtlichen Vereinen aufzunehmen. Alle sollten mal zu einer geselligen Feier zusammengebracht werden. Es gehe darum, die Friedenspfeife zu rauchen und eventuelle Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. "Nur zusammen mit der Bevölkerung wird es funktionieren", ergänzte Holle. Jeder Bürger sei eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen und das Gasthaus zu besuchen. André Köhler müsse einen Spagat schaffen, merkte Thomas Holle an. Die bisherigen Gäste des Gasthauses sollten auch mit dem bekannten und bewährten Angebot gehalten und neue Gäste mit neuen Angeboten gewonnen werden. Beiden Gruppen müsse man gerecht werden. "Westfälisches Gasthaus" Die Brauerei könne schauen, "was man konzeptionell machen kann". Denkbar ist nach Einschätzung Holles etwas in Richtung "westfälisches Gasthaus". Teil der Überlegungen sei, was optisch in den vorderen Räumen gemacht werden könne. Das "Rodizio"-Angebot werde gebucht, sagte Köhler. Es werde als zusätzliches Angebot zur altbewährten Karte beibehalten. Sonntags werde außerdem der Saal geteilt und im Bereich in Richtung der Fensterfront gebe es dann Kaffee, Kuchen und Eis - mit Blick auf den Spielplatz, kündigte Köhler ein Café an. Den Biergarten möchte er wieder beleben - inklusive Grillabenden. Auch solle es bei den regelmäßigen Veranstaltungen bleiben, kündigte Köhler einen kleinen Veranstaltungskalender an. Mit einem Abend mit vier DJs und passenden Speisen soll am 17. März Jugendlichen ein Angebot gemacht werden. Das Küchenteam um Koch Jürgen Spalthöfer und Margit Ruscher kümmere sich um die bewährte Speisekarte oder um Spezialitäten wie Pickert, sagte André Köhler. Er kündigte an, künftig selbst viel Zeit am Museumshof zu verbringen. Das Gasthaus solle Kern der Aktivitäten sein. Es könnte hier in Richtung westfälischer Küche mit saisonalen Angeboten gehen, fügte Thomas Holle hinzu.

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