Grünwuchs statt Hähnchen: Die Bürgerinitiative "Hier kein Stall" hatte sich gegen die nördlich der Grundschule Tonnenheide und westlich des Mindener Postweges geplanten Hähnchenmastställe gewehrt. - © Joern Spreen-Ledebur
Grünwuchs statt Hähnchen: Die Bürgerinitiative "Hier kein Stall" hatte sich gegen die nördlich der Grundschule Tonnenheide und westlich des Mindener Postweges geplanten Hähnchenmastställe gewehrt. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Geplante Hähnchenställe: Niederlage für Landwirt

Hähnchenstall: Münsteraner Richter lehnen Antrag auf Zulassung der Berufung ab

Joern Spreen-Ledebur

Rahden-Tonnenheide. Der Bau der beiden unweit der Grundschule Tonnenheide geplanten Hähnchenställe rückt in weite Ferne. Der Kreis hatte das Vorhaben im Februar 2015 abgelehnt. Die Klage des Tonnenheider Landwirts gegen die Entscheidung des Kreises hatte das Verwaltungsgericht in Minden abgelehnt. Dagegen wehrte sich der Landwirt und beantragte vor dem NRW-Oberverwaltungsgericht in Münster die Zulassung der Berufung gegen das Mindener Urteil. Ohne Erfolg: Die Münsteraner Richter haben den Antrag auf Zulassung der Berufung nun abgelehnt. Auf die schriftliche Begründung des Gerichts warte man nun, sagte gestern Doris Bölk, Sprecherin der Initiative "Hier kein Stall". Über die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts freue man sich. Der Tonnenheider Landwirt war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar - ebenso wie Holger Schwennen, Anwalt des Landwirts. Der Landwirt hatte rund 200 Meter nördlich der Grundschule Tonnenheide zwei Hähnchenställe mit jeweils 40.000 Plätzen bauen wollen. Das hatte er mit der dauerhaften Sicherung seines Betriebs begründet. Anlieger befürchteten dagegen gesundheitliche Gefahren und wehrten sich gegen das Vorhaben. Der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde hatte den Bauantrag abgelehnt. Laut Kreis war der Antrag nach dem neuen strengeren Baurecht zu beurteilen - auch deshalb, weil entgegen dem ersten Bauantrag die Anordnung der Ställe auf dem Grundstück geändert worden war. Auch einen Bebauungsplan gab es nicht und auf dessen Aufstellung hatte der Landwirt keinen Anspruch. Auch die Stadt Rahden verweigerte ihr gemeindliches Einvernehmen. Die Mindener Richter bestätigten die Entscheidung des Kreises bestätigt, weil sich der Bauantrag im laufenden Verfahren nach ihrer Überzeugung so änderte, dass von einem neuen Bauantrag ausgegangen werden musste. So sahen das auch die Münsteraner Richter.

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