Markant: Das Gesundheitszentrum nimmt nach und nach den Betrieb auf, die ersten Mieter sind schon in den Praxen aktiv. Zur Feldstraße und zur Hohen Mühle hin ist der Außenbereich schon gepflastert. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| - © Joern Spreen-Ledebur
Markant: Das Gesundheitszentrum nimmt nach und nach den Betrieb auf, die ersten Mieter sind schon in den Praxen aktiv. Zur Feldstraße und zur Hohen Mühle hin ist der Außenbereich schon gepflastert. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Das Rahdener Gesundheitszentrum Hohe Mühle nimmt Fahrt auf

Gesundheitszentrum: Die Räume an der Hohen Mühle werden nun bezogen. Investor freut sich über rege Nachfrage. Bürgermeister sieht Haus als Frequenzbringer für Rahden.

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Auf dem südlichen Gelände werden die Parkplätze noch hergerichtet. Derzeit stehen hier die Baucontainer - aber nicht mehr lange. Das Gesundheitszentrum Hohe Mühle nimmt nun nach und nach den Betrieb auf, die ersten Mieter sind eingezogen. "Nun ist alles vermietet", freut sich Ulrich Drebelow von der Firma Schumacher aus Wolfenbüttel. Schumacher ist Investor, Drebelow leitet das Bau-Projekt neben dem Rahdener Krankenhaus. Wie angekündigt seien die Einheiten an die Mieter zum weiteren Eigenausbau übergeben worden. Einige haben auch schon eröffnet. Jens Gottfriedsen etwa. Der Mediziner praktizierte bislang in Pr. Ströhen und ist nun an die Hohe Mühle umgezogen. Die Praxis in Pr. Ströhen hat er geschlossen. Hätte er Pr. Ströhen als Filialpraxis weitergeführt, hätte er eine gewisse Zeit vor Ort sein müssen, sagt Gottfriedsen im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. "Das ist zeitlich nicht zu schaffen." Die Apotheke werde einen Autoschalter erhalten, merkt Architekt Ralf Lenk an. Da das Gesundheitszentrum nach den Bestimmungen der Landesbauordnung als öffentliches Gebäude zähle, müsse es komplett barrierefrei sein. Das sei schon aufwändig, auch bei den Sanitäranlagen, so Lenk. Es werde nicht nur an Rollstuhlnutzer gedacht, sondern auch an Sehbehinderte, verweist Lenk auf Details wie die Treppenstufen, deren Kanten Kontrast haben und rutschfest sind. "Die Erwartung hat sich erfüllt" Vor Beginn der Bauarbeiten waren die Pläne für das Gebäude noch um ein zusätzliches Geschoss erweitert worden - in der Hoffnung auf die entsprechende Nachfrage. Die ist da, alles ist vermietet. Die Hoffnung auf Nutzer habe sich erfüllt, merkt Ralf Lenk an und Ulrich Drebelow nickt zustimmend. "Die Erwartung hat sich erfüllt", freut sich der Projektleiter. Trotz einer verspätet erteilten Baugenehmigung habe es keine Verzögerungen gegeben. Verzögerungen könnten nun allein noch durch die Witterung entstehen - bei den Außenanlagen. "Wir mühen uns, schnell fertig zu werden, so Drebelow. "Aber bei Schnee und Starkregen kann man nichts machen." An den Straßen im Bereich des Gesundheitszentrums stehen noch verkehrsberuhigende Maßnahmen an, sagt Dieter Drunagel, Leiter des Fachbereichs Bauen im Rathaus. Das müsse noch vom Kreis angeordnet werden. Guter Dinge ist angesichts des neuen Gesundheitszentrums neben dem Krankenhaus auch Bürgermeister Bert Honsel. Dass das Gebäude nun komplett vermietet sei, das sei nicht nur ein schöner Erfolg für die Investoren, sondern auch für die Stadt. Der Grundstein sei gelegt für die gesicherte ärztliche Versorgung in Rahden. Er gehe auch von einer erfolgreichen Verbindung von Gesundheitszentrum und Krankenhaus aus. Für beide werde es eine Win-Win-Situation sein. Neben den Rahdenern würden auch Bürger über die Stadtgrenzen hinaus das Gesundheitszentrum aufsuchen, ist Honsel überzeugt. "Ich hoffe, dass das Gesundheitszentrum auch zu einem Frequenzbringer für die Innenstadt wird."

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