Wahrzeichen: Der Limbergturm wurde in den 1980er Jahren komplett saniert. Einige steile Zuwege sollen im kommenden Jahr mit Handläufen gesichert werden. Fotos: Cornelia Müller - © Cornelia Müller
Wahrzeichen: Der Limbergturm wurde in den 1980er Jahren komplett saniert. Einige steile Zuwege sollen im kommenden Jahr mit Handläufen gesichert werden. Fotos: Cornelia Müller | © Cornelia Müller

Pr. Oldendorf-Börninghausen Zweiter Anlauf für Untersuchung der Schwedenschanze

Hauptversammlung des Limbergvereins: Mitglieder sprechen sich für eine Probegrabung an der Schwedenschanze aus. Sie erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Burganlage auf dem Limberg

Cornelia Müller

Pr. Oldendorf-Börninghausen. Der Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg will genauer wissen, was es mit der Schwedenschanze auf sich hat. Auf ihrer Jahreshauptversammlung haben die Mitglieder einstimmig beschlossen, eine Probegrabung zu finanzieren. Geologische Untersuchungen Schon seit 2012 gibt es beim Limbergverein Interesse an einer Untersuchung der "Schwedenschanze". Man erhofft sich dadurch weitere Erkenntnisse über die Burganlage auf dem Limberg. Im März 2016 hatte ein dreiköpfiges Team der Universität Bochum bei geologischen Untersuchungen der angrenzenden Wiese einen unterirdischen Ring mit einem Durchmesser von 15 Metern entdeckt. Daraufhin hatten die Mitglieder des Limbergvereins schon im vergangenen Jahr beschlossen, eine Grabung zu veranlassen, die eigentlich im Herbst 2017 hätte erfolgen sollen. Aber: "Aus zeitlichen Gründen war die Maßnahme im Jahr 2017 nicht mehr möglich", erläuterte jetzt Christian Streich, Geschäftsführer des Limbergvereins. Probegrabungen kosten 500 Euro Man habe auch die Entwicklung der Kassenlage des Vereins abwarten wollen, da für die Probegrabungen Kosten in Höhe von 500 Euro veranschlagt waren und im Geschäftsjahr 2017 noch weitere Ausgaben anstanden - vor allem die Dachsanierung des Limbergturmes (rund 8.600 Euro, die NW berichtete). Dank zweckgebundener Groß-spenden in Höhe von 6.000 Euro konnte diese Maßnahme inzwischen umgesetzt werden. Die Mitglieder sprachen sich deshalb dafür aus, als nächstes die Untersuchung der Schwedenschanze voranzutreiben. Sie beauftragten den Archäologen Otfried Ellger, die notwendigen denkmalrechtlichen Genehmigungen einzuholen. Nach Abstimmung mit der Grundstückseigentümerin und dem Pächter der Wiese könnten dann voraussichtlich im Sommer/Herbst 2018 die Grabungen erfolgen. Heiraten im Turm wird teurer Außerdem beschlossen die Mitglieder des Vereins, dass das Heiraten im Turm teurer werden soll: Bisher zahlten Brautpaare für die Nutzung als Trauzimmer eine Spende von 85 Euro an den Verein. Vom 1. Januar an soll der Betrag auf 100 Euro erhöht werden. "Das hält der Vorstand angesichts des Aufwandes für gerechtfertigt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass für eine Trauung etwa im Haus des Gastes 202 Euro zu zahlen sind", sagte Christian Streich. Für den aus eigenem Wunsch aus der Vorstandsarbeit ausscheidenden Wilhelm Deeke rückt nach einstimmiger Wahl Helmut Recker als Beisitzer nach. Rainer Höke und Klaus Brinkmeyer wurden Kassenprüfer.

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