Freizeit auf dem Pollertshof: Immer weniger Gruppen nehmen den Hof in Anspruch. - © Archivfoto: Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke
Freizeit auf dem Pollertshof: Immer weniger Gruppen nehmen den Hof in Anspruch. | © Archivfoto: Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Pr. Oldendorf Was wird aus dem Pollertshof in Pr. Oldendorf?

Kirchenkreis-Synode: Vertrag der kirchlichen Pr. Oldendorfer Einrichtung läuft 2020 aus. Immer weniger Gruppen nutzen ihn. Leidenschaftliche Diskussion ausgelöst.

Karsten Schulz

Lübbecker Land. Die Herbst/Winter-Synode 2017 bestand nicht nur aus Tagesordnungspunkten, die mit der finanziellen Entwicklung zusammenhingen. Auch weitere Belange des kirchlichen Lebens wie die Leitbild-Diskussion und die Zukunft vom Pollertshof in Pr. Oldendorf waren weitere wichtige Themen. Innerhalb des Gottesdienstes zeigte die Leitbildgruppe in Wort, Tanz und Musik Möglichkeiten eines zukünftigen Leitbildes auf. Der Kirchenkreis ist auf dem Weg einer Konzeption mit einem Leitbild, das dem Kirchenkreis Orientierung für verantwortliches Handeln in Zukunft gibt. 73 Mitglieder bei der Synode anwesend Pfarrer Udo Schulte aus Rahden predigte als Bild für die Arbeit der Synode rund um seine persönliche Wanderung über die Alpen. Er stellte fest, das man oft mit schwerem Gepäck reist. "Was kann man zurücklassen? Was gibt mir Halt und wie gelingt gute Versorgung?"Dies waren wesentliche Fragen, die auch für die Zukunft des Kirchenkreises wichtig waren. Auf der Synode waren 73 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Einstimmig wurden verschiedene Mitglieder für unterschiedliche Gremien gewählt. Unter anderem gibt es einen zweiten Synodalbeauftragten für Kindergottesdienste. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Entscheidung über das Leitbild. Die Vorsitzende des Ausschusses, Pfarrerin Britta Mailänder, berichtete über den Prozess. Bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen wurden die acht Leitfelder angenommen. Es herrschte große Übereinstimmung in der Übernahme der Präambel. Vorgestellt wurden drei biblische Leitverse mit Ausführung, die auf der Synode erwogen und diskutiert wurden. Es entschieden sich 34 Mitglieder für den Vers aus Johannes 15, Vers 5: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun." Ausschlaggebend für die Entscheidungen waren die Bekanntheit, der Bezug zur Lebensfreude und die Christusbezogenheit. Superintendent Uwe Gryczan bedankte sich bei den Mitgliedern der Leitbildgruppe und der Prognosegruppe für das Engagement mit einem Geschenk: Nudeln in Kirchenform. Am 14. März 2018 wird es eine synodale Versammlung geben, auf der die Arbeitsfelder des Kirchenkreises ihre Konzeption und Perspektiven vorstellen werden. Wie geht es mit dem Pollertshof weiter? Eine leidenschaftliche Diskussion löste das Thema Pollertshof aus. Oliver Nickel, Jugendreferent aus Rahden, der das Ergebnis vorstellte, sah wenig Perspektiven für eine Fortführung unter den jetzigen Bedingungen. Derzeit hat der Kirchenkreis den Pollertshof von der Kirchengemeinde Pr. Oldendorf gemietet, der Vertrag läuft aber 2020 aus. Immer weniger Gruppen aus dem Kirchenkreis nehmen den Hof in Anspruch. Einige Mitglieder der Synode wie Frank Hesse aus Espelkamp erinnerten an die große Bedeutung, die der Pollertshof für die eigene christliche Biografie habe. Man möge die Entscheidung sorgfältig prüfen. Superintendent Uwe Gryczan verwies darauf, dass der synodale Jugendausschuss, der derzeit an einer Konzeption für die Jugendarbeit des Kirchenkreises arbeitet, die Stellung des Pollertshofes einbeziehen wird. Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker und Dorothea Hasse berichteten von der Landessynode. Die nächste Synode des Kirchenkreises Lübbecke wird am 24. Juni 2018 in Schnathorst stattfinden.

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