Mit der Ernährungspyramide: Die Teilnehmerinnen des Kurses im Mosaik. - © Foto: Arbeitskreis Asyl prO
Mit der Ernährungspyramide: Die Teilnehmerinnen des Kurses im Mosaik. | © Foto: Arbeitskreis Asyl prO

Pr. Oldendorf Asyl PrO leistet kulinarische Aufklärungsarbeit

Auf Einladung des Arbeitskreises Asyl PrO: Auftaktveranstaltung zum Projekt "Kennenlernen von heimischen Lebensmitteln und deren Verwendung" im Mosaik. Ehrenamtliche Fahrer gesucht

Pr. Oldendorf (nw). Was koche ich für mich und meine Familie? Auf Einladung des Arbeitskreises Asyl PrO trafen sich Flüchtlingsfrauen mit Ehrenamtlichen im Mosaik, um etwas über einheimische Lebensmittel und deren Verwendung zu erfahren. Die Veranstaltung war der erste Teil des Förderprogramms "500 LandInitiativen", das die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung speziell für den ländlichen Raum auf den Weg gebracht hat. Der Arbeitskreis hat hier Fördermittel erhalten, die für Integration und Zusammenwirken von Geflüchteten und Einheimischen einzusetzen sind und startete jetzt mit dem Baustein "Lebenshilfe - Gesunde Ernährung". Viele heimische Lebensmittel unbekannt Die Frauen erwartete eine Auswahl an heimischem Obst und Rohkost, alles bereits klein geschnitten. Heike von der Forst, Gesundheitsberaterin im Bereich Ernährung, konnte auf Einladung des Arbeitskreises ehrenamtlich für einen Vortrag gewonnen werden. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der die Frauen auch erzählten, woher sie stammen, wurde schnell deutlich, dass viele unserer heimischen Lebensmittel nicht oder nur unzureichend bekannt sind. Heike von der Forst erläuterte die Ernährungspyramide, machte sichtbar, von welchen Lebensmitteln man möglichst viel zu sich nehmen sollte. Die "Faustregel" - fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag - wurde schnell verstanden. "Die Regel gilt für jeden. Je größer die Hand, desto größer sollte die Portion sein; immer so viel, wie hineinpasst", so von der Forst. Vor allen Dingen die Ernährung der Kinder war Thema. So greifen viele Eltern gerne zu gesüßten Joghurts, die viel versteckten Zucker enthalten. Heike von der Forst gab Empfehlungen, wie man seine Kinder "überlisten" kann, wenn sie Gemüse und Obst ablehnen. Sie erklärte, dass eineinhalb Liter Wasser die Mindest-Trinkmenge pro Tag sein sollte und erklärte die Unterschiede von Weißbrot und Vollkornbrot. Sie ging dabei auch auf "gute" und "schlechte" Inhaltsstoffe ein. Eine Teilnehmerin bewies anschließend sehr treffend, dass sie dieses schwierige Thema durchaus verstanden hatte: "Weißes Brot macht nicht satt, sondern dick!" Das Projekt, das mit dieser Veranstaltung gestartet ist und deren Veranstaltungen über ein komplettes Jahr verteilt werden, umfasst noch vier Kochnachmittage. Ferner sind ein Besuch des Wochenmarktes, Besichtigung eines Obsthofes und das Kennenlernen von Feldern zum Selberpflücken geplant. Fördergelder bewilligt Im Rahmen des Förderprogramms "500 LandInitiativen" der Bundesanstalt Landwirtschaft und Ernährung sind die Fördermittel für die Bausteine "Mobilität" und "Lebenshilfe" bewilligt worden. Die Maßnahmen werden mit gut 80 Prozent bezuschusst, den Rest finanziert der Arbeitskreis aus Spenden. Der Baustein "Mobilität" soll die Flexibilität der Flüchtlinge stärken, die oft nicht vom öffentlichen Nahverkehr profitieren können. Das Konzept sieht vor, alle Bürger, die nicht mobil sind, mit einem Auto zu befördern. Einige Flüchtlinge sind nun dabei, eine Führerscheinprüfung abzulegen. Der Arbeitskreis sucht aber zusätzlich nach ehrenamtlichen Fahrern, die das Projekt begleiten möchten. Wer sich bei den "500 LandInitiativen" ehrenamtlich einbringen möchte, meldet sich bei Beate Heitmeyer. Tel. (05742) 38 73.

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