An der Pestalozzistraße: Die Grundschulturnhalle bleibt bestehen, so beschloss es der Rat einstimmig. - © Foto: Sandra Spieker
An der Pestalozzistraße: Die Grundschulturnhalle bleibt bestehen, so beschloss es der Rat einstimmig. | © Foto: Sandra Spieker

Pr. Oldendorf Grundschulturnhalle in Pr. Oldendorf soll erhalten bleiben

Rat: CDU-Antrag einstimmig angenommen. Scholz (SPD) spricht aber von "miesem politischem Stil"

Sandra Spieker

Pr. Oldendorf. Die Grundschulturnhalle an der Pestalozzistraße soll nun doch erhalten bleiben. Das beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig. Eigentlich sollte laut dem sogenannten Schulkonsens der Turnhallenstandort ab 2018 aufgegeben werden. Hintergrund war der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), der der Stadt Überkapazitäten im Bereich der Schulturnhallen bescheinigte. Jedes Einsparpotenzial müsse zum Haushaltsausgleich genutzt werden, hieß es damals von der GPA. So sollten die Grundschüler eigentlich ab 2018 die frei werdende Realschulturnhalle nutzen. Nachdem sich aber nun die Überlegungen zerschlagen hatten, dass die Grundschule auch in das Realschulgebäude zieht - dies hätte enorme Umbaukosten bedeutet - ergebe sich nun eine neue Situation, so die CDU-Fraktion in ihrem Antrag zum Erhalt der Halle. Wie berichtet, ist auf dem Volksbank/Deeke-Gelände ein großflächiger Einzelhandel geplant. Die fußläufige Verbindung sei nicht mehr nutzbar. Zudem sei hohes Verkehrsaufkommen zu erwarten - für den Fußmarsch der Kinder zu gefährlich. Zwar könne man mit dem Erhalt der Halle gut leben, so SPD-Fraktionsvorsitzender Carsten Scholz. Er sprach in der Sitzung aber wütend von einem "Alleingang der CDU". Im interfraktionellen Arbeitskreis habe man sich damals mühsam zu dem Entschluss durchgerungen, die Halle aufzugeben. "Die Partner von damals werden stumpf ausgebootet", so Scholz. Das sei "mieser politischer Stil". Er selbst, so Scholz, werde an keinen interfraktionellen Absprachen mehr teilnehmen. Ein Antrag von Eckhard Bahre (FWG), das Thema Turnhalle zunächst in den Schulausschuss zu geben, fand keine Mehrheit. Hannelore Lösche (Grüne) sagte, man müsse Schülern, Lehrern und Vereinen nun eine klare Antwort geben, um "Ruhe in die Bevölkerung" zu bringen.

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