Blick aus Richtung Stemwede auf zwei der fünf Windräder im Windpark Niederheide in Pr. Oldendorf. - © Joern Spreen-Ledebur
Blick aus Richtung Stemwede auf zwei der fünf Windräder im Windpark Niederheide in Pr. Oldendorf. | © Joern Spreen-Ledebur

Pr. Oldendorf Gericht stoppt Pr. Oldendorfer Windräder

Oberverwaltungsgericht: Genehmigungen für Anlagen in der Niederheide aufgehoben

Sandra Spieker
Joern Spreen-Ledebur

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat die Genehmigungen für fünf bereits 2014 in Betrieb genommene Windräder in Pr. Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) aufgehoben. Die Anlagen sind seit Jahren Thema vor Gericht. Geklagt hatten der Naturschutzbund und vier Nachbarn in Pr. Oldendorf. Das Verwaltungsgericht Minden hatte ihre Klagen 2015 abgewiesen. In der Verhandlung in Münster hieß es jetzt, die angefochtenen Genehmigungsbescheide seien rechtswidrig, weil sie verfahrensfehlerhaft zustande gekommen seien. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei erforderlich gewesen. Laut Gericht habe der Schutz der dort brütenden Rohrweihen großes Gewicht, und der sei nicht ausreichend gegeben. Denn die Anlagen würden nur abgeschaltet, wenn der Storchenhorst in der Nähe besetzt sei. Das OVG hat die Revision nicht zugelassen. Der Planer der Anlagen strebt nun in einem neuen Verfahren einen neuen Genehmigungsbescheid an.

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