Von der B 65 aus gut sichtbar: Die Produktion am Standort Lintorf am Hang des Wiehengebirges soll erweitert werden. - © Foto: Sandra Spieker-Beutler
Von der B 65 aus gut sichtbar: Die Produktion am Standort Lintorf am Hang des Wiehengebirges soll erweitert werden. | © Foto: Sandra Spieker-Beutler

Pr. Oldendorf/Bad Essen Homann baut in Lintorf stark aus

Kehrtwende: Statt der Schließung plant die Müller-Unternehmensgruppe nun in der Nachbargemeinde einen Neubau in großem Umfang

Sandra Spieker-Beutler

Pr. Oldendorf/Bad Essen-Lintorf. Mit den Schließungsplänen hatte der Konzern bundesweit Schlagzeilen gemacht. Statt der Werksschließung kommt nun die Erweiterung. Wenige Wochen nach der guten Nachricht, dass die Müller-Unternehmensgruppe an ihren Produktionsstandorten im benachbarten Lintorf und in Dissen festhalten will, wurden jetzt detailliertere Neubaupläne bekannt. Und deren Umfang ist groß. Eigentlich sollten die Standorte Dissen und Lintorf geschlossen und die Produktion des Feinkost-Herstellers komplett nach Leppersdorf in Sachsen verlegt werden. Mehr als 1.000 Mitarbeiter wären betroffen gewesen. Doch dann kam die Kehrtwende. Homann bleibt und die Produktion am Standort Lintorf wird weiter ausgebaut. Die Zahl der Beschäftigten soll von 200 auf 350 steigen, heißt es. 200 Millionen Euro will die Unternehmensgruppe insgesamt in die beiden Standorte im benachbarten Landkreis Osnabrück sowie in die Werke in Bottrop und Rogätz (in Sachsen-Anhalt) investieren. Die größten Umwälzungen betreffen den Standort Lintorf: Hier soll in einem ersten Abschnitt unter anderem auf einem bestehenden Betriebsgelände südlich der Bahnlinie ein Tanklager für Speiseöl errichtet werden. Zufahrt zum Werk von der B 65 aus in Planung In einer zweiten Phase ab kommendem Jahr soll die Erweiterung nördlich der Bahnlinie, auf der die Museumsbahn unterwegs ist, erfolgen. Hier soll ein Hochregallager gebaut werden. Die Höhe: 40 Meter. Zudem ist die Errichtung einer Anlage zur Branntweinherstellung geplant. Die Anbindung des Werks soll dann über die Bundesstraße 65 erfolgen. Derzeit werden die Lastwagen über die Hartmannstraße und damit durch den Lintorfer Ortskern geleitet. Rund 100 Lkw fahren täglich durch Lintorf zum Werk. Wegen der Sperrung der Bundesstraße 65 (die NW berichtete) sind es zurzeit weitaus mehr.

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