Digital: Der Medienentwicklungsplan regelt den Einsatz von Tablets und Co. in der Sekundarschule. - © Foto: Dpa
Digital: Der Medienentwicklungsplan regelt den Einsatz von Tablets und Co. in der Sekundarschule. | © Foto: Dpa

Pr. Oldendorf Digitales Lernen und neue Räume an der Sekundarschule

Ausschuss: Der Erweiterungsbau der Sekundarschule ist fast fertig. Die Schule entwickelt mit der Stadt Medienkonzept für Einsatz von Tablets und Digitalboards. Nur noch je zwei Klassen an Hauptschule und Realschule

Sandra Spieker-Beutler

Pr. Oldendorf. Die Sekundarschule wächst. Und das nicht nur im Bezug auf die Schülerzahl, sondern auch baulich. Einen ersten Einblick in die neuen Räumlichkeiten bekamen jetzt die Mitglieder des Schul-, Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses. 373 Schüler und 34 Lehrkräfte zählt die junge Sekundarschule derzeit, wie Schulleiter Christian Schäffer berichtet. Neuer Konrektor ist seit dem 1. August Christoph Diedrich. Er löste seinen in Pension gegangenen Vorgänger Joachim Klugmann ab. Man freue sich sehr darüber, mehr Platz zu haben, aber die Bauarbeiten für den Anbau hätten Schülern und Lehrern sehr zu schaffen gemacht, sagt Christian Schäffer. Man sei froh, wenn sie nun – nach einem Jahr – abgeschlossen sind. Die Raumsituation sei schwierig gewesen.Erweiterungsbau in den letzten Zügen Wie berichtet, ist am Offelter Weg ein Erweiterungsbau mit sechs Klassen- und drei Differenzierungsräumen sowie einem Lehrerarbeitsraum entstanden. Die Arbeiten sind in den letzten Zügen. Bei einer nächsten Baumaßnahme sei darüber nachzudenken, ob man sich nicht anders organisiere und möglicherweise Container aufstellen könnte. Am heutigen Freitag sollen die Umzüge in den neuen Gebäudeteil stattfinden, der auch beim Tag der offenen Tür besichtigt werden kann. Den Medienentwicklungsplan für die Sekundarschule stellten Lehrkraft und Koordinatorin Ines Hellberg und Tobias Jahn von der Stadtverwaltung vor. Der Plan beschreibt unter anderem die Medienausstattung, die Nutzung und Fortbildungen. Hier stehe die Schule im Verhältnis zu anderen sehr gut da, so Hellberg. Alle würden an einem Strang ziehen. Ziel sei, den Schülern eine umfassende Medienkompetenz zu geben, mit der sie an der Informationsgesellschaft verantwortlich teilhaben können. Dazu gehöre auch eine kritische und reflektorische Einstellung zu den „neuen Medien“. Der Medienpass NRW bildet die Grundlage für den Medienentwicklungsplan, der wiederum nötig ist für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an der Schule. Innerhalb des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ werden Tablets und Zubehör angeschafft. Zentraler Ansprechpartner für die IT vor Ort ist Tobias Jahn, der ein entsprechendes IT-Konzept entwickelte. Der Ausschuss gab grünes Licht für den Medienentwicklungsplan.Zwei Schulen laufen aus Von derzeit 285 Schülern in 13 Klassen berichtete Christina Meese, kommissarische Schulleiterin der Grundschule Pr. Oldendorf. Sie habe das Eignungsfeststellungsverfahren für angehende Schulleiter erfolgreich absolviert und sich auf die Leitungsstelle beworben. Besondere Herausforderung sei angesichts des Lehrermangels derzeit die Personalplanung. Unter anderem durch Kolleginnen im Mutterschutz fallen mehr als 50 Stunden weg, die aufgefangen werden müssten. Quereinsteiger seien nicht überall einsetzbar. An anderen Grundschulen sei die Situation allerdings noch extremer. Reinhard Ovesiek, kommissarischer Schulleiter der Hauptschule, berichtete über die beiden zum Sommer auslaufenden Schulen im Gebäude an der Mindener Straße. Sie seien „auf dem Weg zum Ende“: Zwei Klassen mit je 29 Schülern zählt die Realschule. Hier unterrichten noch drei Stammkräfte und sechs abgeordnete Lehrkräfte. „Die Versorgung ist also garantiert.“ Zur Hauptschule gehen 28 Schüler – aufgeteilt auf zwei Klassen. Mit vier Stammkollegen und drei abgeordneten Lehrkräften mache das eine sehr persönliche Betreuung möglich. „Niemand steht im Regen.“ Man sehr derzeit dabei, „Abschieds-Kunstwerke“ für das Rathaus zu kreieren.

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