Ein Sperrung, die kaum interessiert: Ein Auto nach dem anderen passiert die Absperrbaken. Nicht bei allen Fahrern handelt es sich um Anlieger oder Kunden von Dienstleistern, die weiterhin erreichbar sind. - © Sandra Spieker
Ein Sperrung, die kaum interessiert: Ein Auto nach dem anderen passiert die Absperrbaken. Nicht bei allen Fahrern handelt es sich um Anlieger oder Kunden von Dienstleistern, die weiterhin erreichbar sind. | © Sandra Spieker

Pr. Oldendorf Ärger an der Bergstraße

Ausbau der K 79: Autofahrer ignorieren die Vollsperrung. Enge Straßen werden zum Ausweichen benutzt

Sandra Spieker-Beutler

Pr. Oldendorf. Seit dem 11. Juli ist die K 79 (Rathausstraße/Bergstraße) wegen der Sanierungs- und Ausbauarbeiten gesperrt. Doch das interessiert offenbar einige Verkehrsteilnehmer nicht. Sie fahren an den Absperrbaken vorbei. "Warum arbeiten da nur drei oder vier Arbeiter?", fragte Carsten Scholz (SPD) im Haupt- und Finanzausschuss. Er wundere sich, dass es dort nur langsam vorangehe. So müsse man sich nicht wundern, dass ganze neun Monate Bauzeit angesetzt wurden. "Und keiner hält sich an die Sperrung!", so Scholz. Regelmäßig würden Anwohnern der Oldendorfer Schweiz Autos, Ortskundige und Nicht-Ortskundige entgegenkommen, es käme zu teils chaotischen Zuständen. "Das kann auf Dauer so nicht weitergehen", sagte Scholz. Die Polizei hätte schon in Höhe Freibad Kontrollen vorgenommen und Fahrer ermahnt. Zudem würden die engsten Straßen als Ausweichstraßen genutzt, das sei sehr unglücklich. Bürgermeister Marko Steiner sagte, dass die Sperrungen - eine Bake steht an der Ampelkreuzung mit der B 65, eine weitere nahe der Einmündung der Ziegeleistraße auf die Bergstraße - deutlich gekennzeichnet wären. Betonklötze aufzustellen etwa sei nicht zulässig, da ein Rettungsweg freigehalten werden muss. Steiner verwies auf den Kreis als Straßenbaulastträger. Hier wolle er weitere Gespräche führen. Die offizielle, ausgeschilderte Umleitung verläuft weiträumig über Bad Holzhausen. Die Baumaßnahme soll neun Monate - also bis ins Frühjahr 2017 andauern. Vorgesehen ist, dass die Arbeiten von Süd nach Nord, also beginnend vom Ortsausgang in Richtung B 65, vorgenommen werden. Die Arbeiten sollen in einzelnen Etappen erfolgen. Für die Erneuerung der Bergstraße/Rathausstraße sind (ohne Kanalbau) insgesamt 1,6 Millionen Euro vom Kreis veranschlagt. Vorgesehen ist, dass die Fahrbahnbreite auf sechs Meter verringert wird, dafür entstehen breitere Gehwege auf beiden Seiten, auf denen auch Fahrradfahrer zugelassen sind. Linie 626 fährt weiter verändert Noch bis zum Frühjahr 2017 können die Haltestellen „Pr. Oldendorf, Rathaus", „Seniorenheim" und „Oldendorfer Schweiz" nicht von Bussen angefahren werden. Als Ersatz sei die Haltestelle „Pr. Oldendorf, Stadtzentrum" vorgesehen, teilt die MKB mit. Die Fahrten der Linie 626, die in Lübbecke am ZOB jeweils zur Minute 30 abfahren, werden bis zur Haltestelle „Pr. Oldendorf-Eininghausen, Brüggemeier" geführt, wenden dort und fahren wieder in die Gegenrichtung. Die Haltestellen „Bad Holzhausen, Rote Erde", „Offelten", „Landwehr", „Offelten, Dorfstraße" und „Pr. Oldendorf, Stadtzentrum" werden für den Zeitraum von diesen Fahrten nicht bedient. Sie werden aber weiter durch den Schnellbus 513/626 im Stundentakt angebunden. www.mkb.de Servicetelefon unter Tel. (05 71) 9 34 44 28.

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