Im Brecherhaus hat die Feuerwehr Porta die "Verletzten" über die Förderband-Rampe (rechts im Bild oben) ins Freie gebracht. - © FOTO: FEUERWEHR PORTA/MICHAEL HORST
Im Brecherhaus hat die Feuerwehr Porta die "Verletzten" über die Förderband-Rampe (rechts im Bild oben) ins Freie gebracht. | © FOTO: FEUERWEHR PORTA/MICHAEL HORST

Porta Westfalica-Veltheim Feuerwehr übt Großeinsatz im Kraftwerk Veltheim

75 Einsatzkräfte vor Ort / Aufgabe: Drei Menschen retten und Brand löschen

Porta Westfalica-Veltheim (mt/nas). Die Freiwillige Feuwehr Porta PWestfalica hat am Samstagmorgen für den Ernstfall im Kraftwerk Veltheim geübt. Erst vor Ort wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass es sich um eine Übung handelt, teilte die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica mit. Gegen 9.30 Uhr war die Übung beendet.

Das Übungsszenario sah so aus: Um 8.10 Uhr sollte es zu einer Kohlenstaubverpuffung im oberen Bereich des Brecherhauses gekommen sein. Ziel war es, drei "verletzte" Menschen aus 16 Meter Höhe zu suchen und zu retten. Sie wurden von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes dargestellt.

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Alarmiert wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr um 8.13 Uhr von der Kreisleitstelle. Erstmals wurde dabei die neue Alarm- und Ausrückeordnung der Portaner Wehr und damit die Neuorganisation nach Zügen getestet, so die Freiwillige Feuerwehr Porta. In der ersten Alarmstufe rückten folgende Einheiten zum Kraftwerk aus: Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache mit Rettungsdienst, ehrenamtliche Löschgruppen Veltheim, Möllbergen, Eisbergen, Holzhausen, Vennebeck, Holtrup, Einsatzführungsdienst und Einsatzdokumentation.


Vor Ort wiesen Mitarbeiter des Kraftwerks als Lotsen den Weg zum Einsatzort, die Einsatzleitung übernahm Heino Roggenkamp. Als erstes wurden Trupps unter schwerem Atemschutz durch das Treppenhaus in das Gebäude zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgeschickt. Mit Hilfe einer Nebelmaschine wurde eine starke Verrauchung simuliert. Der erste Angriffstrupp meldete den Kollegen dann, das mehrere Personen in Gefahr sind und weitere Kräfte benötigt werden.

Vor dem Brecherhaus wurde eine Sammelstelle für alle Atemschutzgeräteträger eingerichtet. Truppweise sind die Feuerwehrleute ins Gebäude gegangen und brachten Material zur Rettung der Verletzten wie Bergungstücher und Fluchthauben mit. Der Weg über das Treppenhaus in voller Ausrüstung war anstrengend, so die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica. Erst nach dem Aufstieg konnte die Suche auf der obersten Ebene erfolgen.

Weil mehr Atemschutzgeräteträger gebracht wurden, wurde um 8.37 Uhr die Alarmstufen erhöht und die ehrenamtlichen Löschgruppen Hausberge, Lohfeld und Neesen-Lerbeck mit dem Gerätewagen Atemschutz zur Einsatzstelle alarmiert. Damit waren etwa 75 Einsatzkräfte vor Ort.

Über die Rampe eines Förderbandes konnten die Einsatzkräfte die drei "verletzten" Menschen retten und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Parallel zur Rettung wurden 2 C-Rohre zur Brandbekämpfung im Gebäude eingesetzt. Die Wasserversorgung erfolgte über das betriebseigene Hydrantennetz des Kraftwerks.

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