Minden Mindener Weihnachtsmarkt eröffnet - Mit dem Licht wird es gemütlich

Auf Interviewergebnisse wird mit Humor reagiert

Freude überall: Ilse Finkeldey hat die Lichterketten unter Strom gesetzt. - © MT-Foto: Manfred Otto
Freude überall: Ilse Finkeldey hat die Lichterketten unter Strom gesetzt. | © MT-Foto: Manfred Otto

Gestern, 17 Uhr: Die Posauenchöre von St. Marien und der Petri-Gemeinde blasen zur Eröffnung des Mindener Weihnachtsmarktes. Doch diesmal verteilt eine Mitarbeiterin der Minden Marketing Gesellschaft (MMG) Buttons an die versammelten Politiker, Entscheidungsträger, Verbandsrepräsentanten sowie Schaulustigen aller Art.

"Mindener Weihnachtsmarkt: Gemütlichkeit statt Langeweile!" steht auf den Scheiben, die man sich an die Brust heftet. MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander erklärt auf MT-Anfrage, dass er davon 150 Stück habe anfertigen lassen. Zunächst. Denn bei Bedarf könne er gern gegen die Erstattung der Kosten noch viel mehr liefern.

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Mit der Aktion reagierte die Marketing-Gesellschaft auf einen Pressebericht der Neuen Westfälischen. Zitiert wurde darin Prof. Dr. Gunter Bamler von der Fachhochschule Südwestfalen (Hagen), der eine Attraktivitätsstudie zu fast 1000 Weihnachtsmärkten vorgelegt hatte. Auf Nachfrage nach regionalen Besonderheiten hatte er der NW-Redaktion unter anderem erklärt, dass der Mindener Weihnachtsmarkt von dessen Besuchern zwar als besonders langweilig, dafür aber auch als gemütlich bewertet wurde. Viel mehr dazu ist nicht ohne Weiteres zu erfahren, denn die Studie ist nicht öffentlich zugänglich, sondern kann gegebenenfalls von Interessenten käuflich erworben werden. Die MMG gab bislang kein Geld dafür aus.

Einer, der vielen, die von den Interviewern der Studie nicht gefragt wurden, war gestern der Stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink. "Unser Weihnachtsmarkt ist ein ganz besonderer", stellte er auf dem Podest fest. Er sei ein Ort, wo Menschen in der Betriebsamkeit der Vorweihnachtszeit Pause machen könnten.

Auch Klaus-Albert Birkenkämper vom Arbeitskreis Handel ließ auf den Weihnachtsmarkt in Minden nichts kommen. Er verwies auf die gemeinsame Anstrengung von Handel, Gastronomie, Büros, Arztpraxen und Schaustellern, um die Weihnachtsbeleuchtung jedes Jahr zu sichern.

Nachdem die Minden Marketing GmbH in den vergangenen Jahren einen fünfstelligen Betrag in die neue Weihnachtsillumination investiert hatte, leuchtet das Licht auch dank der finanziellen Unterstützung des Arbeitskreises Handel. Dessen Mitglieder fanden viele Sponsoren auch in diesem Jahr wieder für das Projekt. Die Namen der Spender - es sind um 100 - sind auf der leuchteten Tafel an der Martinitreppe angegeben. Geschäftsleute aber auch Privatpersonen engagieren sich und Sander erklärte gestern, dass weitere Unterstützer immer noch willkommen seien.

Auch Ilse Finkeldey, Trägerin des Ehrenringes der Stadt Minden und langjährige Stadtverordnete, ist auf der Sponsorentafel vertreten. Gestern wurde der fast 90-Jährigen die Ehre zuteil, den Weihnachtsmarkt in Licht zu tauchen. Wie es das Ritual verlangt, drückte sie auf den roten Knopf und es wurde hell - zu Glühwein, Mandeln und den Karussells.

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