Minden Lebenslange Folgen der Kriegskindheit

Vortrag im Johannes-Wesling-Klinikum

Der Arzt für Nervenheilkunde, Psychoanalyse und Psychotherapeutische Medizin gilt als Nestor der Psychotherapie Älterer.
Der Arzt für Nervenheilkunde, Psychoanalyse und Psychotherapeutische Medizin gilt als Nestor der Psychotherapie Älterer.

Minden (nw). Die Menschen der so genannten Kriegskindergeneration (Jahrgänge 1927 bis 1946) mussten vieles erleben, was tiefgreifende Folgen hatte: die Abwesenheit der Väter, den Verlust von Familienangehörigen, Vertreibung, Ausbombung, Hunger oder Krankheit.

Die Schatten dieser Vergangenheit fallen bis heute und zeigen sich im Umgang mit dem eigenen Körper, in Beschwerden wie Depressionen, Ängsten etc. Themen mit denen auch immer wieder Ärzte und Pflegekräfte in der Behandlung konfrontiert werden.

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Dies ist der Grund, warum die Abteilung für Geriatrie des Johannes-Wesling-Klinikums Minden einen hochkarätigen Fachmann auf diesem Gebiet für eine Vortragsveranstaltung gewonnen hat.

Prof. Dr. Hartmut Radebold zeigt für Betroffene und Angehörige auf, welche Möglichkeiten es auch im Alter noch gibt, diese Erlebnisse (therapeutisch) aufzuarbeiten.

Der Arzt für Nervenheilkunde, Psychoanalyse und Psychotherapeutische Medizin gilt als Nestor der Psychotherapie Älterer in Deutschland. Seit 20 Jahren beschäftigt sich der 77-Jährige, als jetzt emeritierter Professor der Universität Kassel, mit den Traumata, der lebenslangen Entwicklung und den Behandlungsmöglichkeiten der vom Zweiten Weltkrieg und der direkten Nachkriegszeit betroffenen Kinder und Jugendlichen. Für seine Forschungen erhielt er im November 2009 das Bundesverdienstkreuz.

Ver Vortrag "Kriegskindheit und Jugendzeit im 2.Weltkrieg - Lebenslange Folgen?!" von Prof. Dr Hartmut Radebold ist am 28. November, 14 Uhr im Hörsaal des Johannes-Wesling-Klinikum Minden, Hans-Nolte-Straße 1, u hören.

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