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Minden Behinderte in Minden vor verschlossener Toilettentür

Minden (sk). Am neuen Mindener Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gibt es zwar eine behindertengerechte Toilettenanlage, Rollstuhlfahrer scheitern aber bisweilen bei dem Versuch, sie auch zu benutzen. Grund: Vor Ort wird kein Schlüssel vorgehalten.

Als eine Frau aus Petershagen, die wegen einer Erkrankung an multipler Sklerose im Rollstuhl sitzt, vorige Woche ein dringendes Bedürfnis verspürte, händigte ihr die Servicekraft im ZOB statt eines Schlüssels ein Merkblatt aus: Zugang zu den Behindertentoiletten gebe es mittels eines standardisierten "Euro-Schlüssels", zu beziehen über den Club Behinderter und ihrer Freunde, ansässig in Darmstadt.
Kostenpunkt: 18 Euro. "Die Sprache verschlagen" habe es ihrer behinderten Freundin, berichtet Inge Hefkemeyer-Lang aus Minden.

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Warum liegt am Serviceschalter kein Schlüssel bereit? Die Stadt Minden verweist auf den Pächter der Gebäude, der allerdings kein eigenes Personal vor Ort hat. Und der Serviceschalter werde von der OWL-Verkehr GmbH betrieben. Die sagt auf Anfrage, es gebe mit der Stadt "keine Vereinbarung über die Deponierung eines Schlüssels".

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