Unter Verdacht: Gegen Mindens Spieler Aleksandar Svitlica (Mitte) wird ermittelt. - © picture alliance
Unter Verdacht: Gegen Mindens Spieler Aleksandar Svitlica (Mitte) wird ermittelt. | © picture alliance

Minden Verdacht auf Kokain-Handel gegen GWD-Handballer Aleksandar Svitlica: Anwalt dementiert

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen "Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge"

Björn Vahle

Minden. Schwere Vorwürfe gegen Mindens Handballer Aleksandar Svitlica: Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen der "Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge". Svitlicas Anwalt Holger Rostek sagte gegenüber nw.de, sein Mandant habe mit den Rauschgiftgeschäften nichts zu tun. Oberstaatsanwältin Nana Frombach bestätigte gegenüber dem Mindener Tageblatt am Donnerstag, dass gegen Svitlica ermittelt werde. Der Rechtsaußenspieler soll geholfen haben, Rauschgift von Südamerika nach Deutschland zu bringen, Gelder zur Verfügung gestellt und als Dolmetscher geholfen haben. Der Bielefelder Rechtsanwalt Holger Rostek, der Svitlica gemeinsam mit seinem Sohn Peter vertritt, sagte, "es steht keinesfalls fest, dass eine Beihilfe vorliegt". Die fraglichen Gelder hätten mit Drogengeschäften nicht das Geringste zu tun, ebenso wie Svitlicas Dolmetschertätigkeit. Festnahme bereits am 16. November Sein Mandant werde sich persönlich nicht öffentlich äußern, seine Aussage liege Rostek aber vor. Beweise für die Vorwürfe habe die Staatsanwaltschaft gegenüber der Verteidigung bisher nicht präsentiert, sagte Rostek. Das ist zu diesem Zeitpunkt im Verfahren nicht unüblich. Svitlica selbst wurde am 16. November, kurz vor dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin, zu Hause vorläufig festgenommen und zum Verhör auf eine Wache in Oldenburg gebracht. Dort verbrachte er laut MT-Informationen auch die Nacht. Bereits am Freitagmorgen, 17. November, wurde er wieder freigelassen. Seinem Arbeitgeber GWD Minden berichtete er am folgenden Montag, 20. November, von den Vorwürfen. Wie Frank von Behren gegenüber dem MT bestätigte, seien er und der Geschäftsführer an diesem Tag informiert worden. Zuvor war der Verein von einem persönlichen Vorfall in Serbien ausgegangen und hatte dies auch als Grund für Svitlicas Abwesenheit beim Heimspiel genannt. "Wir haben uns daraufhin eingehend damit befasst", so von Behren. "Natürlich" spielt Svitlica im Derby Im laufenden Ermittlungsverfahren gelte die Unschuldsvermutung, Svtilica bleibe Teil des Kaders und sei damit auch am 25. November beim Spiel gegen den TV Hüttenberg wieder dabei gewesen. "Natürlich wird er auch beim heutigen Derby auflaufen", sagt von Behren. GWD als Arbeitgeber könne Svtilica als Arbeitnehmer nichts vorwerfen. "Sollten sich wesentliche neue Erkenntnisse ergeben, werden wir den Vorgang neu bewerten", so der Sportliche Leiter. "Wir erwarten, dass der Spieler vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert", so der Verein in einer Pressemitteilung.

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