Januar 2017: An der Ecke Fabbenstedter Straße/Kurzenhülsen wird ein Lichtgutachten erstellt. Sven Knollmann und Florian Tischer von der Dekra stellen dafür eine Puppe auf, die mit der Kleidung des Unfallopfers versehen ist. - © Joern Spreen-Ledebur
Januar 2017: An der Ecke Fabbenstedter Straße/Kurzenhülsen wird ein Lichtgutachten erstellt. Sven Knollmann und Florian Tischer von der Dekra stellen dafür eine Puppe auf, die mit der Kleidung des Unfallopfers versehen ist. | © Joern Spreen-Ledebur

Lübbecker Land Verkehrssicherheit - Die im Dunkeln sieht man nicht

Frank Hartmann

Gefühlt hat die Zahl der mit Reflektoren ausgestatteten Fußgänger und Radfahrer sich erhöht, seitdem die Polizei Minden-Lübbecke regelmäßig mit ihrer Aktion "Sichtbarkeit bringt Sicherheit" im Kreisgebiet unterwegs ist und aufklärt: Jogger tragen abends Stirnlampen, Fußgänger legen sich eine Weste mit reflektierenden Streifen um, Spaziergänger führen ihre Hunde mit blinkenden Halsbändern aus und halten in der anderen Hand eine Taschenlampe ...

Und trotzdem macht man als Autofahrer immer wieder die Erfahrung, dass Fußgänger ohne irgendein Hilfsmittel und noch dazu von Kopf bis Fuß dunkel gekleidet unterwegs sind und man sie fast auf der Motorhaube hat, bevor man sie sieht. Auch sind weiterhin viele Radfahrer ohne funktionierendes Vorder- und Rücklicht auf der Straße.

Manche Strecken liegen in völliger Dunkelheit

Sie verlassen sich wohl auf die Kraft der Autoscheinwerfer und der Straßenlampen - ein großer Fehler. Die Autoscheinwerfer reichen nicht weit genug, und die - in jüngster Zeit vielerorts auf Energiesparen umgestellten - Straßenlampen erhellen Bürgersteig und Straße nur punktuell. Dazwischen liegen Strecken in völliger Dunkelheit. Der Denkfehler besteht deshalb darin: Ich als Radfahrer oder Passant sehe die Autos gut, deshalb werde ich auch gut gesehen. Nur wie, wenn nichts an Kleidung oder Fahrrad reflektiert?

Apropos reflektieren: Die Hersteller von Schulranzen bestücken ihre Produkte serienmäßig mit "Katzenaugen", Leuchtstreifen und anderen reflektierenden Hilfsmitteln. Der Eindruck kann natürlich täuschen, aber bei Rollatoren, deren Zahl im Straßenbild immer mehr zunimmt, ist mir das noch nicht aufgefallen. Da muss auf Einladung zum Beispiel des Seniorenbeirates Lübbecke erst die Polizei kommen, um reflektierende Leuchtstreifen am Rollator-Gestänge anzubringen.

Die Anregung kam von einer Leserin aus Lübbecke

Die Anregung, das Thema Sichtbarkeit bei Dunkelheit aufzugreifen, kam übrigens von einer Leserin. Die Dame erschien kürzlich sehr aufgeregt in meinem Büro, um mir von mehreren Beinahe-Zusammenstößen mit Fußgängern und Radfahrern in Lübbecke zu berichten, die sie in der Dunkelheit erst in letzter Sekunde gesehen hatte.

Wenn Ihnen, liebe Leser des Blogs, ein Thema am Herzen liegt, das auch andere Menschen interessieren dürfte, lassen Sie es uns wissen. Sie erreichen die Lokalredaktion Lübbecke unter Tel. (05741) 40 00-50, Mail: luebbecke@nw.de

 Allzeit sichere Fahrt und guten Weg!

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
realisiert durch evolver group