Die französischen Gäste sind mit Jung und Alt angereist. (v.l.) Guillaume Planchon, Laurent Drouin, René Jardin, Arnoud Tanquerel, Lübbeckes Bürgermeister Eckhard Witte, Ernst Ober-Entgelmeier, Uwe Feldmann und Quentin Valognes. - © FOTO: STEFANIE BOLLMEIER
Die französischen Gäste sind mit Jung und Alt angereist. (v.l.) Guillaume Planchon, Laurent Drouin, René Jardin, Arnoud Tanquerel, Lübbeckes Bürgermeister Eckhard Witte, Ernst Ober-Entgelmeier, Uwe Feldmann und Quentin Valognes. | © FOTO: STEFANIE BOLLMEIER

LÜBBECKE Eine Herzensangelegenheit

Sportler vom FC Bayeux im Rathaus empfangen / Ober-Entgelmeier: "Mehr als eine Partnerschaft"

Lübbecke. "Es wurden sogar schon Ehen geschlossen", verrät Ernst Ober-Entgelmeier. Seit 1967 organisiert der Lübbecker die jährlichen Treffen zwischen Jugendlichen des FC Lübbecke und dem Fußballclub Bayeux FC.

Noch bis Samstag sind 46 Gäste aus der französischen Partnerstadt in Lübbecke. Gestern wurden sie im Rathaus von Bürgermeister Eckhard Witte empfangen. "Diese Besuche sind eine Herzensangelegenheit", freute sich der Geschäftsführer des FC Bayeux, Laurent Drouin über den herzlichen Empfang und überreichte den Freunden aus Lübbecke Spezialitäten aus der Normandie.

Wer das Fußball-Freundschaftsspiel am Freitag gewinnen wird, daran ließ Laurent Drouin jedoch bei aller

Freundschaft keinen Zweifel aufkommen. "Bayeux ist klarer Favorit", sagte der Leiter der Gruppe mit einem Augenzwinkern.

Die Sportpartnerschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Lübbecke und Bayeux. Die offizielle Städtepartnerschaft wurde ein Jahr nach diesen ersten Kontakten im Jahr 1968 begründet. "Das war die erste Partnerschaft, die Lübbecke geschlossen hat", erinnerte Bürgermeister Eckhard Witte und revanchierte sich für das Gastgeschenk mit einer Flasche Wein. "Damit Sie sehen, dass auch Deutschland gute Weine hat."

"Die gegenseitigen Besuche sind mehr als eine Partnerschaft, wir besuchen uns als Freunde", betonte Ernst Ober-Entgelmeier. Bestes Beispiel ist Gael de Saint Jones, der gestern für seinen zehnten Besuch in Folge mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Obwohl er schon lange nicht mehr in Bayeux wohnt, sondern in Bordeaux, lässt er sich die Fahrten nach Lübbecke nicht entgehen. "Bordeaux ist von Bayeux etwa so weit entfernt, wie Lübbecke von München", erklärte Ernst Ober-Entgelmeier.

Der nächste Besuch in Bayeux ist für Ostern 2011 geplant. "Wenn wir die 43 Jahre zusammenrechen kommen wir auf etwa 5.000 Menschen, die in dieser Zeit Kontakt hatten", sagte Ernst Ober-Entgelmeier. Er selbst freue sich schon auf die Reise nach Frankreich. "Bayeux ist eine Touristenstadt, dort geht es etwas vornehmer zu", berichtete der Mitorganisator der Jugendbegegnung. Außerdem sei die Sprache sehr schön. "Sogar das Wort Blödmann klingt auf Französisch irgendwie schön."

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