Die deutsche Delegation mit (v.l.) Philip Francki, Claudia Jeske, Jessica Stefener und Simon Obermeier in Brüssel.
Die deutsche Delegation mit (v.l.) Philip Francki, Claudia Jeske, Jessica Stefener und Simon Obermeier in Brüssel.

Lübbecke/Brüssel Europrojekt zeigt Perspektiven

Lübbecker Schüler und Lehrer bei internationaler Konferenz in Brüssel

Lübbecke/Brüssel. Im Rahmen des Europrojekts "Unterricht ohne Grenzen" unternahmen zwei Lehrerinnen und zwei Schüler des Wittekind-Gymnasiums eine Fahrt nach Belgien, um dort an einer Konferenz zum Thema "Special Needs – Besondere Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern" teilzunehmen.

Das Europrojekt ist eine europaweite Kooperation von 20 Schulen aus 19 verschiedenen Ländern und damit das größte Netzwerk seiner Art innerhalb der EU. Die Ziele der Zusammenarbeit sind einerseits der Austausch von Erfahrungen in schulischen Fragen und andererseits die europäische Begegnung.

Im Jahre 2011 haben die Verantwortlichen des Europrojekts entschieden, den Schwerpunkt der gemeinsamen Zusammenarbeit auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen zu legen. Darunter fallen Lese-Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie, ADHS sowie Autismus. Aber auch die Förderung besonders begabter Schüler stand im Mittelpunkt.

Aus diesem Anlass wurde vom 6. bis 9. November im belgischen Nieuwpoort eine Konferenz abgehalten, bei der Claudia Jeske und Jessica Stefener die Lehrerschaft sowie Philip Francki und Simon Obermeier die Schülerschaft des Wittekind-Gymnasiums repräsentierten.

Die Lehrer und Schüler beschäftigten sich getrennt in Arbeitsgruppen mit den Symptomen, der Diagnose sowie Fördermöglichkeiten und Maßnahmen zur individuellen Unterstützung der Schüler. Außerdem wurden Vorträge von Experten und Betroffenen gehört.

Dabei konnten Lehrer und Schüler voneinander profitieren und sich ergänzen. Insgesamt kam man zu dem Ergebnis, dass jeder Schüler die Möglichkeit haben sollte, sein Potenzial auszuschöpfen und dass sich die Schulen mehr um die besonderen Bedürfnisse des Einzelnen bemühen sollten.

Neben der Arbeit bot die Konferenz auch Möglichkeiten zum näheren Kennenlernen und für gemeinsame Unternehmungen, wie bei einem Workshop, bei dem die Schüler paralympische Disziplinen ausprobierten .

Niemand hat die Konferenz verlassen, ohne neue Perspektiven auf die besonderen Bedürfnisse der Schüler zu gewinnen. Außerdem wurde der Kontakt innerhalb des Netzwerkes gepflegt und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.

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