Lübbecker Land Hunderte stimmen für das LK-Kennzeichen

Online-Umfrage der NW beendet: Gut 60 Prozent wünschen sich altes Nummernschild zurück

Lübbecker Land (fha). Die Leser-Resonanz auf die Online-Umfrage der Neuen Westfälischen zur Wiedereinführung des alten LK-Kennzeichens war überwältigend: Allein der Artikel "Der Kampf um das LK-Kennzeichen" wurde auf der Internetseite nw-news.de/luebbecke rund 3.500 Mal angeklickt. Darüber hinaus wurden mehr als 1.300 Stimmen im Internet abgegeben, dazu gut 50 Online-Kommentare sowie Leserbriefe. Ergebnis: Sechs von zehn Lesern befürworten, dass der Kreis Minden-Lübbecke ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Verbundenheit mit dem Altkreis Lübbecke durch das frühere LK-Nummernschild am Fahrzeug auszudrücken.

An alle Unterstützer des LK-Kennzeichens im Mühlenkreis gerichtet ist beispielsweise die Ankündigung des Befürworters, Dieter Wiegmann aus Lübbecke: Ab kommender Woche werde die Unterschriftenaktion "Ich will LK" starten.

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Umfrage-Ergebnis

Auf die Frage "Soll der Kreistag erneut darüber abstimmen, ob der Altkreis ein eigenes LK-Kennzeichen bekommt?" antworteten 61 Prozent (829 Stimmen) der Leser: "Ja, die Politik darf den Altkreis nicht übergehen."

13,5 Prozent (183 Stimmen) entfielen auf die Antwort "Nein, der Kreistag hat bereits dagegen entschieden."

25,5 Prozent (346 Stimmen) waren der Meinung "Die Politik sollte sich mit wichtigeren Dingen befassen."

Insgesamt wurden in einer Umfrage-Woche 1.358 Stimmen abgegeben.(fha)

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Das dürfte Online-Leser wie "Falk Oberdorf" freuen: "Ich hatte die Sache bereits verloren geglaubt. Zu drückend war die Mindener Mehrheit. Schön, dass man sich der Sache wieder annimmt!" Von 1973, dem Jahr der Zusammenlegung der Altkreise Minden und Lübbecke spricht er als "Zwangsvereinigung gegen den Kreistag in LK und gegen die Meinung der Menschen des Kreises Lübbecke". Das LK-Kennzeichen sei "das Mindeste, was wir einfordern dürfen". Das sehe nicht nur die Mehrheit der Lübbecker so, ist er sicher, "sondern auch die Hüllhorster, Oldendorfer, Espelkamper, Rahdener und Stemweder".

Zumindest "Dirk Ruehrop", der sich in seinem Beitrag als Rentner aus Schnathorst vorstellt, unterstützt diese Aussage: Er habe mit MI nichts am Hut. Statt dessen wünsche er sich "so sehr das alte LK-Kennzeichen zurück". Auch "Janina Fangmeier" aus Stemwede schließt sich an. Sie höre in ihrer Gemeinde täglich, dass man das Kennzeichen sofort ändern würde: "Großes Lob an alle, die nicht aufgeben."

Doch auch Kritiker meldeten sich reichlich zu Wort. So schreibt "Willenberg": "Für mich gibt es nur ein Kennzeichen: MI, und das steht für den Kreis Minden-Lübbecke." Aber es gebe eben immer einige, die in der Vergangenheit lebten – "hoffentlich fordern diese nicht bald preußische Wappen für den Kreis". Auch "Benny" widerspricht Wiegmanns Aussage, alle Bürger wollten das LK-Kennzeichen und fragt: "Ist das Selbstbewusstsein der Lübbecker denn wirklich so gering, dass man sich durch ein LK-Kennzeichen so drastisch von den bösen Mindenern abgrenzen muss?"

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