Lübbecker Land Mehrheit für das alte Nummernschild

Mehr als 1.000 Nutzer stimmen auf nw-news.de über LK-Kennzeichen ab / Kontroverse Debatte im Netz

Lübbecker Land. Soll es kommen – oder nicht? Das LK-Kennzeichen bleibt ein Thema. Nicht nur für Dieter Wiegmann von der Initiative "LK" – sondern auch für die Leser von nw-news. 1.046 Nutzer haben sich bisher an einer NW-Umfrage zum Thema beteiligt. 58,4 Prozent sind der Meinung, dass die Politiker im Kreistag die Meinung der Bürger des Altkreises nicht übergehen dürfen.

Verschwunden sind sie im Jahr 1973. Damals hatte das Land Nordrhein-Westfalen das sogenannte "Bielefeld-Gesetz" verabschiedet. Es sah vor, dass der Altkreis Lübbecke aufgelöst und dem neu gegründeten Kreis Minden-Lübbecke angeschlossen wird. Mit dem früheren Landkreis Lübbecke verschwanden auch die alten "LK"-Kennzeichen. Aber sie könnten zurückkehren. Ein neues Gesetz, das Anfang November in Kraft getreten ist, macht es möglich. Voraussetzung dafür ist, dass der Kreistag grünes Licht dafür gibt und einen entsprechenden Antrag beim Land stellt. Wie mehrfach berichtet, hatte der Kreistag aber bereits im März mehrheitlich dagegen gestimmt, einen solchen Antrag zu stellen.

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Ganz anders hatte sich die Stadt Lübbecke damals positioniert: Bürgermeister Eckhard Witte betonte während einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im März, dass die Wiedereinführung des Altkennzeichens identitätsstiftend für die Bewohner der Stadt und der Umgebung sei. "Da das Thema bei den Bürgern auf großes Interesse stößt, sollte man ihnen die Option der freien Entscheidung einräumen", sagte Witte. Auch CDU-Fraktionschef Kersten Bunke warb damals für das alte Kennzeichen: Eine Wiedereinführung zeuge von "Bürgerfreundlichkeit und Bürgernähe", das Kennzeichen könne ein "Werbeträger sein". Karl-Hermann Blaue von der Wählergemeinschaft Lübbecke (WL) sprach von den Vorteilen in der "kostenneutralen Wahloption". Nachdem das neue Gesetz nun die Einführung des Altkennzeichens möglich machen würde, möchte Dieter Wiegmann dafür kämpfen, dass der Kreistag erneut über das Thema abstimmt.

Auf www.nw-news.de haben bereits 1.046 Nutzer zum Thema abgestimmt. 58,4 Prozent (611 Nutzer) sind der Meinung, dass die Politik im Mindener Kreishaus den Altkreis "nicht übergehen" darf. 14,7 Prozent (154 Nutzer) vertreten die Auffassung, dass der Kreistag bereits dagegen entschieden hat und nun nicht erneut abstimmen sollte. 26,9 Prozent (281 Stimmen) der Seitenbesucher sind der Ansicht, dass "die Politik sich mit wichtigeren Dingen befassen" solle.

Im Internet führt das Thema zu Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern einer Wiedereinführung: Mehr als 40 Kommentare zum Thema deuten auf Diskussionsbedarf hin. Nutzer "John Bender" kritisiert die Anhänger des LK-Kennzeichens: "Was für ein Haufen Kleingeister. Ob Mi, od. LK, ist doch völlig egal!" Nutzer "Wiegmann" kontert: "Herr Bender! Wo fängt Kleingeist an? Dort, wo man jemandem die Wahlfreiheit vorenthalten will." Nutzerin "bettina jotmeier" schreibt, dass sie sich denjenigen anschließe, "die uns auffordern, die Parteien nicht mehr zu wählen, die gegen ein LK-Kennzeichen sind." Auch in der NW-Facebook-Gruppe "Du lebst schon lange in Lübbecke, wenn" wird das Thema kontrovers diskutiert. Gegner einer Wiedereinführung bezeichnen die Befürworter auf der Facebook-Seite unter anderem als "Don Quijotes, die gegen Windmühlen kämpfen. Die Umfrage läuft noch bis Dienstag.

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