Gelungenes Ensemble: Der Erweiterungsbau der Schokoladenfabrik Weinrich ergänzt den bestehenden Firmensitz, eine Gründerzeit-Villa aus dem Jahr 1895, und die Produktion. - © Foto: BKS Architekten||
Gelungenes Ensemble: Der Erweiterungsbau der Schokoladenfabrik Weinrich ergänzt den bestehenden Firmensitz, eine Gründerzeit-Villa aus dem Jahr 1895, und die Produktion. | © Foto: BKS Architekten||

Bünde/Herford/Bielefeld Ausgezeichnete Architektur

Gute Bauten: Der Architektenverband OWL hat zwei von vier Preisen an das Büro BKS in Lübbecke verliehen

Anne Webler

Bünde/Herford/Bielefeld (uth/fm). Das Architekturbüro BKS Architekten aus Lübbecke hat bei der "Auszeichnung guter Bauten 2017" durch den Bund Deutscher Architekten (BDA) OWL abgesahnt: Gleich zweimal wurde es ausgezeichnet, für den Umbau und die Erweiterung von Eggersmann Küchen in Hiddenhausen und den Neubau des Bürogebäudes der Schokoladenfabrik Weinrich in Herford. "Dass wir zwei von vier Preisen bekommen haben, ist schon echt gut", sagt BKS-Geschäftsführer Dirk Stanczus. Er lebt in Bieren, sein Kollege Mario Schurbohm, ebenfalls BKS-Geschäftsführer, in Bünde. Zur Zeit setzen Stanczus & Co. unter anderem den Anbau der Gesamtschule Rödinghausen für 2,4 Millionen Euro um. In Bünde haben sie das "Wohnen am Tabakspeicher" gebaut, auch das Gebäude der Kita Abenteuerland in Spradow und das Wohnheim der Lebenshilfe in Hüffen stammt aus der Feder der Lübbecker Architekten. Das Haus von Mario Schurbohm in Bünde wurde 2004 von der Zeitschrift Schöner Wohnen zum Haus des Jahres gekürt. 35 Projekte wurden eingereicht Für den Wettbewerb des BDA OWL wurden 35 Architekturprojekte eingereicht. Sie sind noch bis Montag, 13. November, im Technischen Rathaus an der August-Bebel-Straße 92/Ecke Falkstraße in Bielefeld ausgestellt. Die BKS Architekten schufen einen Showroom-Anbau für den Küchenhersteller Eggersmann an der Herforder Straße in Schweicheln-Bermbeck. Der Erweiterungsbau der Schokoladenfabrik Weinrich an der Diebrocker Straße in Herford ergänze gut den bestehenden Firmensitz, eine Gründerzeit-Villa aus dem Jahr 1895, und die Produktion, befand die Jury. Entstanden ist ein repräsentativer Neubau mit einer neuen Empfangssituation, der die neue Adresse der Firma bildet und Flächen für Verwaltung, Personalräume und einen Beratungsraum enthält. Anbau gibt Firmengelände neues Gesicht Der Anbau des Showrooms für den Küchenhersteller Eggersmann gebe dem Firmengelände ein völlig neues Gesicht, fand die Jury. Durch die straßenbegleitende Ausrichtung erfahre die Herforder Straße eine räumliche Aufwertung. Das Zusammenspiel der Materialien Stahl, Beton und Holz sowie die sparsame und wohlüberlegte Anordnung der wenigen Öffnungen führe zu einem eleganten und sehr überzeugenden Erscheinungsbild. Der Preisgerichtsvorsitzende Jochen König (Aachen) lobte die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten. Das breite Spektrum zeige, "in welch hohem Maße mittelständische Unternehmen der Region die Chance nutzen, ihr Unternehmen in Verbindung mit guter Architektur zu präsentieren". Auch der BDA-OWL-Vorsitzende Rainer Mühl würdigte "die hohe Kreativität und Vielfältigkeit. Gerade beim derzeitigen Bauboom ist es wichtig, der bebauten Umwelt eine dauerhafte gut gestaltete Architektur zur Verfügung zu stellen, wohl wissend, dass Architektur immer auch konträre Reaktionen hervorruft".

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