Ford Taunus 12 M/P4 TS, dem in der TüV-Station in Lübbecke ein großer Bahnhof erfuhr. Der Eigentümer Edgar Kurlbaum hatte zur erfolgreichen TüV-Abnahme frühere Kollegen und Bekannte eingeladen. - © Foto: Hans-Günther Meyer||
Ford Taunus 12 M/P4 TS, dem in der TüV-Station in Lübbecke ein großer Bahnhof erfuhr. Der Eigentümer Edgar Kurlbaum hatte zur erfolgreichen TüV-Abnahme frühere Kollegen und Bekannte eingeladen. | © Foto: Hans-Günther Meyer||

Lübbecke Oft gelingt der TÜV auf Anhieb

Häufigster Mangel: Meistens ist die Beleuchtung nicht in Ordnung. Bei 23,3 Prozent der Fahrzeuge gab es erhebliche Beanstandungen

Lübbecke. Mehr als 76 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Lübbecke die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Bei mehr als 63 Prozent fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen. Aber: 23,3 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die TÜV-Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren sieben Autos. Und noch zwei Zahlen aus der TÜV-Nord-Statistik, die jetzt veröffentlicht wurde: Der durchschnittliche Pkw, der vor Ort an der TÜV-Station geprüft wurde, war 10 Jahre alt und hatte mehr als 106.000 Kilometer auf dem Tacho. TÜV Nord-weit hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum vierten Mal hintereinander verringert - ein dauerhaft positiver Trend. Durchschnittlicher Pkw ist 10 Jahre alt In den Augen der TÜV-Sachverständigen ist dies der Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe schickt. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren - zum Nutzen für die Sicherheit auf unseren Straßen. Jochen Bösch, der Leiter der TÜV-Station, sagt: "Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt zur Regel wird." »Beleuchtungscheck sollte vor Fahrtantritt zur Regel werden« Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt "Licht, Elektrik" in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik wie LED ihren Anteil. Die aktuellen Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 11,1 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 30,1 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Wichtig: Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette für 2017 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin beim TÜV geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten von Rosa auf Grün und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

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