Setzten sich mit Hinweisen auseinander: Bürgermeister Frank Haberbosch (v.r.) und Ortsvorsteher Hartmut Ende beim Bürgerfrühschoppen in Nettelstedt am Sportgelände. - © Frank Hartmann
Setzten sich mit Hinweisen auseinander: Bürgermeister Frank Haberbosch (v.r.) und Ortsvorsteher Hartmut Ende beim Bürgerfrühschoppen in Nettelstedt am Sportgelände. | © Frank Hartmann

Lübbecke Nettelstedter sorgen sich um Verkehrssicherheit

Frühschoppen am Sportgelände: Im Gespräch mit Bürgermeister Frank Haberbosch und Ortsvorsteher Hartmut Ende machten die Bürger zahlreiche Verbesserungsvorschläge. Pläne für einen Wohnpark in der Stillestraße werden konkreter

Frank Hartmann

Lübbecke-Nettelstedt. Die früheren Ortsteilgespräche mit dem Bürgermeister heißen jetzt Ortsteil-Frühschoppen, aber die Themen, die die Bürger beschäftigen, haben sich nicht verändert: Bauvorhaben, Grünflächenpflege, Verkehrssicherheit und Ärzteversorgung waren die Schwerpunkte, die sich am Sonntagvormittag auf dem Nettelstedter Sportgelände herauskristallisierten. Gut 20 Einwohner nutzten die Gelegenheit, Verwaltungs-Chef Frank Haberbosch und Ortsvorsteher Hartmut Ende aufzuzeigen, wo der Schuh drückt. Ende selbst brachte gleich zu Anfang das Gerdom-Gelände an der Stillestraße zur Sprache, auf dem seit etwa zehn Jahren ein Bauernhaus leer stehe. Das soll im Herbst abgerissen werden, weil der Nettelstedter Wilfried Röwekamp an gleicher Stelle in Zusammenarbeit mit GBSL und Diakonie einen Wohnpark errichten möchte. Nachdem Bodenproben genommen und ein 40-seitiges Gutachten vorgelegt worden sei, stünden nun Verhandlungen mit dem Eigentümer an, berichtete Ende und sprach von fast 30 Interessenten, die sich vorstellen könnten, dort einzuziehen. Haberbosch ergänzte den Hintergrund durch die Aussage des GBSL-Vorstandes Achim Grube, man suche einen Betreiber, der die Senioren später dort unterstützte und sei "auf einem guten Weg". Er gehe davon aus, dass der Neubau sich für eine Wohngruppe, aber auch für andere Modelle des Zusammenlebens eigne. In jedem Fall werde der Neubau "kein Klotz". Unzufrieden zeigten sich einige Nettelstedter in diesem Zusammenhang mit einer Seite des Gerdom-Grundstücks. Die sei "sehr ungepflegt". Ob die Stadt dem Eigentümer nicht eine Ordnungsverfügung zustellen könne. Bei diesem wie bei anderen Grünpflege-Wünschen der Einwohner blieb der Bürgermeister zurückhaltend. Er werde die genannten Flächen dem für öffentliches Grün zuständigen Bereichsleiter Armin Feiler nennen: "Es wird aber immer irgendwo Gras höher stehen, als bei Euch zuhause, dämpfte Haberbosch die Erwartungen. Eine klare Absage erteilte der Bürgermeister finanziellen Anreizen für Ärzte, nachdem Hartmut Ende gesagt hatte, dass er in Nettelstedt gern einen Allgemeinmediziner behalten würde. Statt dessen sollten die Kommunen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung verhandeln und "keinen Wettbewerb untereinander starten". Angesichts der vielen Bürgervorschläge zur Geschwindigkeitsbegrenzung und für mehr Verkehrssicherheit verwies Haberbosch auf die ohnehin anstehende Neuplanung der Ortsdurchfahrt durch Straßen NRW. Zudem werde er die Anregungen an die Polizei und die örtliche Verkehrsbehörde weiterleiten.

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