Runde um Runde: Bunt war die Mischung der Lübbecker, die beim 24-Stunden-Lauf alles gaben: Mit dabei waren Kindergärten, Schulklassen, Vereine, Parteien, Firmen – und sogar Bewohner des Alten- und Pflegeheimes. - © Stephan Pfeiffer
Runde um Runde: Bunt war die Mischung der Lübbecker, die beim 24-Stunden-Lauf alles gaben: Mit dabei waren Kindergärten, Schulklassen, Vereine, Parteien, Firmen – und sogar Bewohner des Alten- und Pflegeheimes. | © Stephan Pfeiffer

Lübbecke Der FC Lübbecke rief und alles lief

550 Sportbegeisterte nahmen an zwei Tagen am dritten 24-Stunden-Lauf teil und knackten mit 10.340 gelaufenen Runden im Stadion an der Obernfelder Allee die magische Marke

Stephan Pfeiffer

Lübbecke. „Wir haben das perfekte Lübbecke-läuft-Wetter vorausgesagt und so ist es auch gekommen", feixt Pressesprecher Philipp Knappmeyer. Er hatte recht, doch nicht nur das Wetter war super – die Läufer waren es auch. Wurden während der ersten beiden „Lübbecke läuft"-Events noch 7.767 und 9.324 Runden erreicht, so konnte man dieses Jahr mit 1.000 zusätzlichen Umrundungen eine kräftige Schippe draufpacken, um das anvisierte fünfstellige Ziel eindrucksvoll zu erlaufen. Dabei freut sich das Organisatorenteam – Tobias Behring, Dennis Gilbert, Marcel Holle, Andrew Jones, Philipp Knappmeyer, Sven Lindenblatt, Christoph Macion und Karsten Pieper – besonders über den „bunten Mix" der Teilnehmer, der aus Kindergärten, Schulklassen, Vereinen, Parteien, Familien oder Einzelläufern bestand. Und wer Schwierigkeiten damit hatte, das 400-Meter-Oval um den Fußballplatz alleine zu bewältigen, der durfte auch mit Rollator oder Rollstuhl seine Runden drehen – so, wie einige Teilnehmer des evangelische Alten- und Pflegeheimes, die ebenfalls mitmachten. Neben der Idee, ein bunte Vielfalt an Teilnehmern für den Lauf zu begeistern, die für den guten Zweck schwitzen, steht auch der Wunsch, eine „stabilere finanzielle Basis für die Jugendarbeit zu schaffen", meint Knappmeyer, der sich darüber freue, „wenn man nachmittags am Sportplatz vorbeifährt und sieht, wie die Kids beim Spielen auf dem Mini-Soccer-Court Spaß haben". Schließlich konnte der Bau des kleinen Spielfelds – der Sportausschuss der Stadt finanzierte zur Hälfte mit – zu einem guten Teil vom Erlös der vergangenen Veranstaltungen bestritten werden. Die Einnahmen – denn jede gelaufenen Runde wird durch Sponsoren gefördert – lässt der Verein , der sich als „Förderer von Spiel, Sport und Bewegung im innerstädtischen Bereich" versteht, auch dieses Jahr wieder in Infrastruktur und soziale Projekte fließen: die Aus- und Weiterbildung der Jugendtrainer, die Fertigstellung des Kunstrasenfelds, die Neugestaltung des Seminarraums am Sportplatz und die Förderung des Ehrenamtes stehen demnach ganz oben auf seiner Agenda. Nicht nur laufen konnte man an den beiden Tagen von 10 bis 10 Uhr, sondern es gab auch eine Hüpfburg, eine Torwand und ein riesiges, sechs Meter hohes Fußball-Darts, an dem man sein Geschick testen konnte, indem man die Haftbälle – so, wie die Pfeile beim Dart – auf den Punktefeldern platzierte. Beim Kita-Turnier durften die Jüngsten zeigen, was sie können, während die talentiertesten Fußballer der Gegend um den U11 Home Deluxe Cup kickten. Einen besonderen Grund zur Freude hatte der Sport-Leistungskurs des Wittekind Gymnasiums. Einige Schüler erwarteten eine normale Doppelstunde am Fußballplatz – umso größer war die Begeisterung als die Kursleiterin ihre Anwesenheitsliste durchging und jedem die Möglichkeit verschaffte, mit einem 8.000-Meter-Lauf sein Engagement für die gute Sache unter Beweis zu stellen. Das zauberte ein süß-saures Lächeln in das ein oder andere Gesicht der überraschten Läufer und „brachte uns mit einem Schlag 20 Runden pro Schüler aufs Rundenkonto", schmunzelt Andrew Jones, der als „Mann am Mikrofon" die gesamte Veranstaltung 24 Stunden lang moderierte und sich mit dem Oberstufenkurs freute. Neben den tollen sportlichen Leistungen, dem passenden Wetter und der guten Stimmung danken die acht Hauptorganisatoren und über 30 zusätzlichen Helfer allen Sponsoren, die die Veranstaltung unterstützt haben. Zählte man bisher fünf, so fanden sich diesmal acht Förderer: die „AOK", die Firmen „Home Deluxe", „Gauselmann", „Blase Siebdruck", „wellteam", „Gehwol", sowie „One Take Döner" und „Eiscafé 
Pacini".

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