Lübbecke/Hüllhorst Blasheimer Arnold Koch erinnert sich an den Hungerwinter 1946/47

Über den Hungerwinter 1946/47 rettete sich seine Familie samt der Evakuierten mit dem, was die kleine Landwirtschaft hergab

Lübbecke/Hüllhorst. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, die Not ein Jahr danach nicht. Seit dem 8. Mai 1945 schweigen die Waffen und mehr als 60 Millionen Menschen sind tot. Das Sterben geht weiter, denn der Winter 1946/47 soll als Hungerwinter in die Geschichte eingehen und fordert erneut unzählige Menschenleben. In Deutschland sind Nahrungsmittel knapp und rationiert. Einem heißen Sommer, der die Ernte schlecht ausfallen lässt, folgt der strengste Winter des 20. Jahrhunderts. Die Menschen sind ausgezehrt, am Ende ihrer Kräfte. Besonders in den zerbombten Städten verlieren viele den Überlebenskampf. Anstehen um Essen in klirrender Kälte, Hamstern, Tauschen, Diebstahl und Mundraub gehören zum Alltag. Der Schwarzmarkt blüht. In den Dörfern sind die Menschen Selbstversorger. Die Bauern haben Kartoffeln, Milch und nicht selten wird schwarz geschlachtet, auch wenn es streng verboten ist...

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