Anerkannter Sachbuchautor: Winfried Hedrich ist aus dem Nebenzimmer mit einem Stapel Bücher zurückgekehrt. 13 Bücher mit einer Vielzahl eigener Fotos und Texte hat er inzwischen verfasst. Das Buch rechts ist gleichzeitig ein Zeugnis, dass der gebürtige Bad Berleburger in Rahden eine neue Heimat gefunden hat. - © Hans-Günther Meyer
Anerkannter Sachbuchautor: Winfried Hedrich ist aus dem Nebenzimmer mit einem Stapel Bücher zurückgekehrt. 13 Bücher mit einer Vielzahl eigener Fotos und Texte hat er inzwischen verfasst. Das Buch rechts ist gleichzeitig ein Zeugnis, dass der gebürtige Bad Berleburger in Rahden eine neue Heimat gefunden hat. | © Hans-Günther Meyer

Lübbecke Winfried Hedrich dokumentiert den Wandel Lübbeckes in neuem Buch

Zeitsprünge durch die Stadtgeschichte

Hans-Günther Meyer

Lübbecke. "Da muss ich selbst einmal schauen. Es sind ja schon viele Bücher", antwortet Winfried Hedrich auf die Frage nach seinem bisherigen Schaffen. Der 1935 geborene Diplomingenieur und heutige Sachbuchautor geht ins Nebenzimmer und kehrt mit einem ganzen Stapel von Heimatbüchern zurück, in denen Fotos eine wichtige Rolle spielen. 13 Bücher hat der Rahdener inzwischen verfasst, die die Fotografie als Profession und leidenschaftliches Hobby von Winfried Hedrich belegen. "Ich bin von vielen Heimatfreunden angesprochen worden, ob ich nicht auch etwas über Lübbecke machen könne. Diese Herausforderung habe ich angenommen und arbeite seit Jahresanfang an einem Lübbecke-Bildband in der Serie 'Zeitsprünge', die der Sutton-Verlag aus Erfurt herausgibt." Das Buch mit dem Titel "Lübbecke gestern und heute" sei halb fertig und werde im Frühjahr 2017 als sein 14. Buch auf den Markt kommen. Warum Herausforderung? "Lübbecke hat eine vielseitige und interessante Geschichte, die es zu beleuchten gilt. Außerdem möchte ich ein Buch mit eindrucksvollen Gegenüberstellungen von historischen und neuen Fotos verfassen. Die Fotos sollen für einen Platz oder ein Gebäude von einem Zeitsprung über Jahrzehnte zeugen und dem Betrachter den ewigen Wandel dokumentieren", beantwortet Winfried Hedrich die Frage. Für einige Zeitsprünge in Lübbecke hat er sich bereits entschieden. Gegenüberstellungen mit sachlichen und historisch belegten Texten wird es in dem Lübbecke-Buch zum Beispiel vom ehemaligen Freibad Obernfelder Allee, dem Wartturm und dem Lübbecker Krankenhaus geben. Unterstützt wird der Rahdener bei seiner Arbeit vom Stadtarchiv Lübbecke, wofür er dankbar ist. "Ich suche aber auch nach alten Fotos von Lübbecke, die in Privatsammlungen schlummern." Die Fotografie ist die Leidenschaft des Rahdeners. Der Vater des in Bad Berleburg geborenen Hedrich hatte ein eigenes Fotostudio. Der kleine Winfried stand damals schon mit in der Dunkelkammer. Als Kind begann er auch schon selbst zu fotografieren. Im Jahr 2000 führte ihn die Fotografie zur Arbeit als Buchautor. Damals verfasste er das Buch "Die Westfälische Mühlenstraße". "Ich hatte Spaß an der Arbeit als Autor", sagt der Rahdener. So war er auch begeistert, als er über das erste Buch Kontakt zum Sutton-Verlag bekam und 2009 mit dem ersten komplett selbst erstellten Heimatbuch "Schlösser und Parks im Mühlenkreis" viel Zuspruch erhielt. Bis 2012 gab Hedrich ausschließlich Bücher mit eigenen Texten und Fotos heraus. "Komplett eigene Bücher würde ich auch heute noch lieber machen. Aber ich folge gerne der Entwicklung des modernen Leserinteresses und wirtschaftlichen Gesichtspunkten des Verlages. Die Zeitsprung-Reihe hat sich zu einem erfolgreichen Dauerbrenner entwickelt", erzählt er. Natürlich verwerte er auch heute am liebsten eigene Fotos, aber die historischen könnten ja nicht von ihm stammen. "Am Wichtigsten ist für mich, dass ein Buch eindrucksvoll und lesenswert ist."

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