Unmissverständliches Plädoyer: JU-Kreisvorsitzender Christoph Hartke kritisierte in seinem Statement auf dem Deutschlandtag der Jungen Union die Planungen eines möglichen Bahntunnels zwischen Bückeburg und Porta Westfalica. - © NW
Unmissverständliches Plädoyer: JU-Kreisvorsitzender Christoph Hartke kritisierte in seinem Statement auf dem Deutschlandtag der Jungen Union die Planungen eines möglichen Bahntunnels zwischen Bückeburg und Porta Westfalica. | © NW

Paderborn / Kreis Minden-Lübbecke Junge Union Minden-Lübbecke bilanziert den Deutschlandtag in Paderborn

Auch das Projekt zwischen Porta Westfalica und Bückeburg wurde erörtert

Paderborn/Kreis Minden-Lübbecke. Da ist der Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Paderborn als die politische Großveranstaltung in OWL mit weit über 1.000 Teilnehmern auch schon wieder Geschichte. Mit dem Verlauf sehr zufrieden zeigt sich der Minden-Lübbecker JU-Kreisverband. Denn zwischen viel beachteter Merkel-Rede, Vorstandswahlen und Co. stand auch ein Thema aus dem Mühlenkreis auf der Tagesordnung beim CDU-Nachwuchs. Auf Initiative des hiesigen JU-Kreisverbandes beschäftigte sich der Kongress mit dem aus Sicht des Bundesverkehrsministeriums möglichen Bahntunnel zwischen Porta Westfalica und Bückeburg. Kreisvorsitzender Christoph Hartke ging in seinem Statement vor den Delegierten auf die Notwendigkeit eines schnellstmöglichen, durchgehendend viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke aus Rheinland und Ruhrgebiet durch OWL nach Hannover und Berlin ein. Hartke stellte diesbezüglich aber auch unmissverständlich klar, dass ein Bahntunnel durch das Wesergebirge aus Sicht der Bürger in der Region nicht hinnehmbar sei und man eine Lösung entlang der bestehenden Gleise über Minden bevorzuge. "Außerdem stehen die Kosten in Milliardenhöhe in keinem Verhältnis zum Nutzen des Vorhabens", betonte Hartke stellvertretend für den JU-Kreisverband. Vor kurzem hatte sich bereits der nordrhein-westfälische Landesverband der JU auf Antrag aus Minden-Lübbecke klar gegen die Pläne ausgesprochen. "Das Thema ist uns wichtig", stellte Hartke unmissverständlich klar. Äußerst erfreut nahm er die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wahr. "In ihrer ausführlichen Rede und der anschließenden Diskussion mit den Delegierten hat die Kanzlerin viele verschiedene Themen aufgegriffen", so Hartke. Der Kreisvorsitzende betont, wie wichtig er es findet, dass sich Merkel sehr ausführlich auch zum Leitthema des Wochenendes "Industrie 4.0" geäußert hat. "Beispielsweise hat sie die immense Bedeutung des flächendeckenden Glasfaserausbaus für die digitale Zukunft unseres Landes hervorgehoben". Dies sei aus Sicht der Jungen Union Minden-Lübbecke auch eines der zentralen Themen für den Mühlenkreis in den kommenden Jahren. Weiterhin vor Ort war auch der Espelkamper Florian Hemann. "Es war eine der emotionalsten und gleichzeitig stärksten Reden, die ich von ihr in letzter Zeit gehört habe", findet das JU-Kreisvorstandsmitglied. Den von Merkel formulierten klaren Kurs von Fördern und Fordern, von humanitärer Verpflichtung auf der einen Seite und Konsequenz bei Abschiebungen auf der anderen gebe es nur mit der CDU. Lob erhielt Merkel zudem für ihr klares Ja zu effektiver Entwicklungshilfe und Fluchtursachenbekämpfung. "Die Kanzlerin hat geliefert", ist nicht nur er in Hinblick auf ihre Flüchtlingspolitik überzeugt. "Wer immer noch starre Obergrenzen fordert oder ,Volksverräter' und ,Merkel muss weg' skandiert, hat nichts begriffen und leider übersehen, dass heute alles einen viel geordneteren Gang geht." Ihre Kandidatur allerdings ließ Merkel zwar offen.

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