Tolles Damentrio in der Band der Krimiautoren: Sandra Lüpkes, Gisa Klönne und Kirsten Püttjer. - © Imme Lohmeyer-Lorek
Tolles Damentrio in der Band der Krimiautoren: Sandra Lüpkes, Gisa Klönne und Kirsten Püttjer. | © Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke Guter Auftakt für Lübbecker Krimitage

Band der Autoren kam beim Publikum sehr gut an

Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke. Als Star verkannt, als Angestellte vom Chef gedemütigt, als Bassist ohne Anstellung - es gibt die unterschiedlichsten Motive, einen Mord zu begehen. Die Eröffnungsveranstaltung der 1. Lübbecker Krimitage "Mord am Wiehen" kam beim Publikum bestens an. Die weltweit einzige Band, die ausschließlich aus Krimiautoren besteht, hatte Andreas Ölschläger, Inhaber der Bücherstube und Organisator der Veranstaltungsreihe, für sein Vorhaben gewinnen können. "Hands Up! & The Shooting Stars" punkteten im gut besuchten Schäppchen in Lübbecke mit ausgefallenen, kreativen Interpretationen bekannter Rock- und Popsongs. Ob nun "Highway to Hell" oder "Knocking on Heaven's Door", die achtköpfige Band, deren Mitglieder aus vier Bundesländern kommen, hatten im Nu ihr Publikum erobert, das ausgelassen mit- klatschte. Passend zu den einzelnen Songs lasen die Autoren Krimikurzgeschichten, sehr lebhaft agierend und teilweise mit unterschiedlichen Rollen. Natürlich hatten sie, wenn erforderlich, auch gleich die passende Geräuschkulisse, etwa der verkannte Star in der "Castingshow" von Gisa Klönne, dessen Orchester einen anderen Song anstimmte und ihm somit den Auftritt verdarb. Vor allem das Damentrio wickelte das Publikum mit seiner tollen Gesangsperformance um den Finger. Sandra Lüpkes mit Gesang, Trompete und Säge röhrte die Melodie von "Highway to Hell", dass es eine wahre Freude war. Die durch ihre Ostfriesenkrimis bekannte Autorin schlug auch in ihrer Krimikurzgeschichte über eine vom Chef vergewaltigte Angestellte einen scharfen Ton an und trat mit Gesangskollegin Gisa Klönne in humorvolle Dialoge. Die Dritte im Bunde war Kirsten Püttjer, der insbesondere die feinen zwischenmenschlichen Schwingungen lagen, wie in ihrer Erzählung über ein Liebespaar, das sich gegenseitig in den Tod schickte, deutlich wurde. Percussionist Arnold Küsters bezirzte die Zuhörer auch mit seiner Bluesharp und erzählte in "Highway to Hell" von einem Ehepaar auf einer Fahrt mit dem Trecker, bei der sich der Mann überlegte, wie er seine Christa am besten unter den Acker pflügen könnte. Oliver Buslau an der Bratsche und am Piano, studierter Musikwissenschaftler, las passend etwas über einen Bratschisten, der unter der Unbedeutendheit seines Instruments litt. Auch Bassist Heinrich Stefan Nölke gab eine Erzählung über einen Bassisten zum Besten. Volker Bleeck am Schlagzeug und Jörg Schmitt-Kilian mit Gitarre und Gesang vervollständigten das originelle Ensemble. Seit 2012 treten die Krimiautoren als Band an unterschiedlichen Orten auf. Schreiben tun sie alle, manche haupt- andere nebenberuflich. Wie Andreas Ölschläger in seinem Grußwort erwähnte, wird es bei den Krimitagen insgesamt sieben Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Mühlenkreis geben. Großer Applaus und begeisterte Zwischenrufe verrieten, dass die Zuhörer sehr angetan waren.

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