Suchen das Gespräch: Johann und Jenny Wesselink informierten am gestrigen Gedenktag an einem Info-Stand über die Aktion „Würde und Versöhnung“. - © Foto: Hans-Günther Meyer
Suchen das Gespräch: Johann und Jenny Wesselink informierten am gestrigen Gedenktag an einem Info-Stand über die Aktion „Würde und Versöhnung“. | © Foto: Hans-Günther Meyer

Lübbecke Aktion für Würde und Versöhnung

Lübbecker Ehepaar engagiert sich für bedürftige Holocaust-Überlebende / Infostand in der Fußgängerzone

Lübbecke (hgm). Die Gehlenbecker Johann und Jenny Wesselink haben sich der „Initiative 27. Januar“ angeschlossen, die das Gedenken an die Holocaustopfer als Chance nutzen will. Ein Ziel des Ehepaares ist, die Arbeit der Initiative auch den Menschen im heimischen Raum näherzubringen.
Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzen-trationslagers in Auschwitz am 27. Januar 1945 nahm das Ehepaar gestern am Holocaustgedenktag in Deutschland an der Aktion „Würde und Versöhnung“ teil, und war mit einem Informationsstand in der Lübbecker Fußgängerzone vertreten. Bestandteil der Aktion war gestern auch eine Spendensammlung zu Gunsten bedürftiger Holocaustüberlebender in Israel.

Wie Johann Wesselink dazu informierte, seien in Israel derzeit von 160.000 Holocaustüberlebenden 45.000 von Armut betroffen. Ergänzend dazu nannte der Gehlenbecker ein Zitat einer Überlebenden: „Wir haben den Holocaust überlebt, aber heute schaffen wir es kaum, das tägliche Leben zu überleben.“

Wie das Ehepaar auf Nachfrage der NW erklärte, seien die Reaktionen von Passanten in Gesprächen sehr unterschiedlich gewesen. Die Äußerung eines Passanten „Das Thema muss ein Ende haben“, bewertete Johann Wesselink aus Sicht der Initiative als negative Reaktion. Zu den positiven Reaktionen zählte der Gehlenbecker am Informationsstand die Aussage eines Gesprächspartners, dass es wichtig sei, die grauenvollen Taten nicht zu vergessen, sondern sie als Mahnung und zum Gedenken an die Opfer in Erinnerung zu behalten. Wichtig sei auch, die nachfolgende Generation über die Schrecken des Holocaust zu informieren.

www.aktion-wuerde-und-versoehnung.de

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