In den besten Zeiten bekam man auf der Tanzfläche des "Pleasuredomes" angesichts der vielen Gäste kaum ein Bein an die Erde. Was die DJs in ihrem Kabäuschen mit Blick in den Saal auflegten, das kam an. - © FOTO: ARCHIV JOERN SPREEN-LEDEBUR
In den besten Zeiten bekam man auf der Tanzfläche des "Pleasuredomes" angesichts der vielen Gäste kaum ein Bein an die Erde. Was die DJs in ihrem Kabäuschen mit Blick in den Saal auflegten, das kam an. | © FOTO: ARCHIV JOERN SPREEN-LEDEBUR

STEMWEDE-OPPENWEHE Comeback einer Kult-Disco

Daniela Mügebeer will den Oppenweher "Pleasuredome" neu eröffnen

Stemwede-Oppenwehe (nw/-sl-). Ein doch eher tristes Bild geben der jüngst geschlossene Schlecker-Markt und die seit langem leer stehende benachbarte Diskothek "Pleasuredome" ab – noch.

Für die einstige Kult-Disco in Oppenwehe hat sich mittlerweile eine Investorin gefunden, die neues Leben in das frühere Tanzlokal bringen will. Derzeit sind Daniela Mügebeer aus Georgsmarienhütte und ihre Helfer mit der Grundrenovierung beschäftigt, im Oktober soll Eröffnung sein.

Ihre Partnerin sei früher oft Gast im "Pleasure" gewesen, und habe sie auf den Leerstand hingewiesen, sagte die 28-Jährige gestern. Nach einer passenden Location für den Betrieb einer Disco mit Bistro und Kneipe hatte Mügebeer, die in Georgsmarienhütte ein Mittelalter-Modegeschäft betreibt, auch in Osnabrück gesucht. Fündig wurde sie allerdings in Stemwede. "Der ,Pleasuredome’ ist genau das, was wir haben wollten", sagte sie gestern.

Der bekannte Name bleibt erhalten

"Die ersten Räume sind in zwei bis drei Wochen fertig", sagte sie gestern. Ein wenig Farbe an den Wänden, und man habe die kleine Diskothek wieder in Schuss. Wie in den letzten "Pleasure"-Jahren will Mügebeer zwei Diskotheken betreiben, dazu eine Kneipe oder ein Bistro, das auch unter der Woche geöffnet haben soll und in dem Sportfernsehen gezeigt werden soll.

Man arbeite mit einer Konditorin zusammen, weshalb man auch sonntags Kaffee und Kuchen anbieten wolle, so Mügebeer.

Seinen bekannten Namen soll der einstige Tanztempel behalten. "Der Name bleibt", sagte Daniela Mügebeer gestern gegenüber der NW. Auch die für den "Pleasuredome" typische Musik soll künftig wieder erklingen, kündigte Mügebeer an. Frühere und potenzielle neue "Pleasure"-Gänger bekommen auch in Zukunft die Hits der 19080er und 1990er "auf die Ohren" – von Bands wie "Escape with Romeo" über Melissa Etheridge bis hin zu "Chumbawamba", Depeche Mode oder AC/DC. Daniela Mügebeer kündigte gestern an, dass die Musik von Damals lediglich um die Bereiche Gothic, Metal und Musik aus dem Mittelalter erweitert werde.

Neben der Einrichtung eines Biergartens, wo laut Daniela Mügebeer auch Mittelaltermärkte stattfinden sollen, will die Investorin auch das Obergeschoss herrichten. Dort soll eine Cocktailbar mit mittelalterlichen Getränken im Angebot entstehen.

Führen will die 28-Jährige das "Pleasure", das sie von der Eigentümerfamilie Tielbürger gepachtet hat, mit ihrer Partnerin Tanja, die in der Disco auch hinterm Plattenteller stehen wird, und ihrer Mutter Annette.

Mügebeer weiß um die Probleme, die die "Dorfdisco" in früheren Zeiten bescherte, hat aber keine Bedenken, das "Pleasure" wieder zu eröffnen. Neben ihrer Boutique in Georgsmarienhütte organisiert sie Mittelalter-Veranstaltungen und ist auf Märkten vertreten.

"Parkplätze sind genug vorhanden", sagt die Investorin. Auch an die erhöhten Brandschutz-Ansprüche habe man gedacht. Vielkes sei schon da, nur müsse etwas an den Türen und an Teilen der Verkabelung gemacht werden. "Aber das ist alles in der Mache."

Zwar zielt das Programm der neuen Diskothek auf eine bestimmte Szene ab, doch will Daniela Mügebeer auch die Bewohner des Spargeldorfes ansprechen und keinesfalls irgendwen ausschließen.

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