Lübbecke Jugendbistro im Alten Amtsgericht soll wiederbelebt werden

Offene Sozialarbeit: Politik entscheidet am Dienstag über Kooperationsvertrag mit dem Verein "Die Diakonie" und die Finanzierung des "Court 5"-Nachfolgers durch Kreis Minden-Lübbecke und Stadt Lübbecke

Frank Hartmann

Lübbecke. Wenn sich im Ausschuss für Jugend und Sport morgen eine politische Mehrheit findet, wird die Verwaltung beauftragt, einen Kooperationsvertrag mit dem Lübbecker Verein "Die Diakonie" abzuschließen. Damit wäre es möglich, ein Jugendbistro in der Begegnungsstätte "Altes Amtsgericht" zu betreiben - als Nachfolger für den im vergangenen Jahr geschlossenen Jugendtreff "Court 5". Die Stadtverwaltung befürwortet den Abschluss eines solchen Vertrages, damit die offene Jugendarbeit für ältere Jugendliche in Lübbecke fortgesetzt werden kann. Die Entscheidung trifft der Ausschuss, der unter dem Vorsitz von Torsten Stank (SPD), am Dienstag, 15. Mai, ab 17 Uhr öffentlich im Rathaus tagt. Entgegen der bisherigen Überlegung eines neuen, von engagierten Privatleuten zu gründenden Vereins, ist die Interessensgruppe um Bernd Porps eine lose Kooperation mit dem Verein "Die Diakonie" eingegangen, dessen Geschäfte Lutz Schäfer führt. Begründet wird dies laut Beschlussvorlage für die Fraktionen mit der Notwendigkeit einer verwaltungsmäßigen Abwicklung der Einrichtung durch einen erfahrenen Träger. Die Interessensgruppe um Bernd Porps hat sich daher an Lutz Schäfer gewandt, dass die Diakonie nun Träger der Ein-richtung im Alten Amtsgericht werden soll. Nach mehreren Gesprächen zwischen Porps, Schäfer und der Verwaltung liegen nun sowohl ein Konzeptionspapier als auch ein Kooperationsvertrag mit einer vorgesehenen Laufzeit von fünf Jahren vor, über den der Ausschuss morgen abstimmen soll. Anders als mit dem früheren Träger, dem CVJM, haben Stadtverwaltung und Diakonie sich in der Frage der Finanzierung dahingehend geeinigt, dass Personalkosten auf der Grundlage einer pädagogischen Fachkraft mit einer vollen Stelle entstehen. Demnach sichert die Stadt Lübbecke der Diakonie einen Personalkostenzuschuss für die pädagogische Fachkraft in Höhe des Betrages zu, der sich aus der Differenz der anfallenden Arbeitgeberkosten abzüglich des Zuschusses des Kreises Minden-Lübbecke und sonstiger Förderungen ergibt. Ausgehend vom Vertragsbeginn 1. Juni 2018 würde das im aktuellen Haushaltsjahr einen Personalkostenzuschuss von etwa 13.500 Euro bedeuten. Eine auskömmliche Finanzierung sei so sichergestellt.

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