Ortsausgang Eilhausen Richtung Nettelstedt: Hier endet der Radweg auf der rechten Seite und die Radler müssen die stark befahrene B 65 überqueren. Fotos: Frank Hartmann|| - © Frank Hartmann
Ortsausgang Eilhausen Richtung Nettelstedt: Hier endet der Radweg auf der rechten Seite und die Radler müssen die stark befahrene B 65 überqueren. Fotos: Frank Hartmann|| | © Frank Hartmann

Lübbecke Verkehr in Lübbecke: Hier sind potenzielle Gefahrenpunkte

Sicherheit: NW-Leser, die sich am Aufruf der Lokalredaktion beteiligt haben, melden diverse kritische Stellen in der Kernstadt und in den Ortsteilen - auch für Fußgänger

Frank Hartmann

Lübbecke. Mehrere Leser der Neuen Westfälischen haben die kürzlich berichteten Probleme für Fußgänger unter anderem aufgrund der sehr kurzen Ampel-Grünphase an der Blase-Kreuzung bestätigt und nennen weitere aus ihrer Sicht kritische Punkte im täglichen Straßenverkehr: ´ An den Fahrbahneinmündungen an der Blase-Kreuzung fehlten Radfahrerfurten, die neben den Fußgängerfurten aufgebracht werden könnten. Der Fußgängerweg über die B 239 in Höhe des Ostertorhauses sei der wichtigste Übergang in der Stadt. "Wir hatten mal eine Radwegeführung über die B 239. Alles weg, als man die Kreuzung neu umgestaltete", bedauert ein Leser und meint: "Fußgänger und Radfahrer und Autofahrer - alles durcheinander." Zudem sind diverse Hinweise auf weitere problematische Verkehrspunkte in der Stadt von Lesern eingegangen. Mehrmals genannt werden Fahrradwege sowie das Verhalten von Radlern, aber auch das von Fußgängern. ´ Eine Beobachtung bezieht sich auf den Fahrradweg an der Gehlenbecker Straße, der an der Straße "Am Friedhof" endet. Kaum ein Fahrradfahrer akzeptiere dies und fahre auf dem Gehsteig weiter. Auch die Fahrtrichtungen würden nur selten beachtet. ´ Dieses Problem bestehe auch ab Gehlenbeck bis Eilhausen an der B 65: "Die Fahrradampel an der Isenstedt Straße ist der Überrest einer vergangenen Nutzungsberechtigung für Radfahrer, von der aber kein Radfahrer in Lübbecke oder in Eilhausen wissen kann", heißt es. ´ In Eilhausen, Ortsausgang Richtung Nettelstedt, werde ein Radfahrer "gezwungen, an der gefährlichsten Stelle die Straßenseite auf einen Radweg zu wechseln", so ein anderer Leser, der vorschlägt: "Ein durchgehender, einseitiger Radweg bis Lübbecke würde für klare Verhältnisse und Sicherheit sorgen." ´ Die Radstreifen wie an der Osnabrücker Straße, der Niedertorstraße und auch in Frotheim führten immer wieder dazu, dass Fahrzeuge von Zustellern oder anderen Dienstleistern dort verkehrswidrig halten oder parken und Radfahrern die Nutzung "unmöglich gemacht" werde. Eine weitere Mitteilung bezieht sich auf Zebrastreifen, an denen der Leser Fußgänger beobachtet, die auf ihr Telefon sehen und "am Übergang einen Haken schlagen, um so Autofahrer auszubremsen". Ein anderer Leser, dessen Weg zur Arbeit mit dem Rad von der Langen Straße bis zur Industriestraße führt, schreibt, für ihn hätten drei Stellen besonderes Gefahrenpotenzial: ´ Kreuzung Rahdener Straße/Jockweg Richtung Industriegebiet: Die Markierungen auf dem Boden seien kaum mehr vorhanden. Autofahrer führen bis zur Straße vor und hielten nicht vor dem Radweg. So sei es zu mehreren Beinahe-Unfällen gekommen. ´ Kreuzung Rahdener Straße/Rote Mühle Richtung Industriegebiet: Kaum ein Autofahrer achte auf Radfahrer. ´ Kreuzung Rahdener Straße/B 65 Richtung Innenstadt: Der Fahrradstreifen auf der Straße ende wenige Meter vor den Stopp-Streifen. Dies führe häufig zu Konfrontationen mit Autofahrern, da diese den Fahrradfahrer nicht mehr überholen könnten. Ein durchgezogener Fahrradstreifen, wie auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung, würde Abhilfe schaffen, so der Leser: "Gerade, da es an der Rahdener Straße mehrere Schulen gibt, sollte man auf mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer achten." ´ Als Radfahrer in der Wallstraße werde er oft behindert, berichtet ein Leser: "Dort stehen vor der Sperrung zur Langen Straße immer wieder Fahrzeuge bis oben vor den Hindernissen. Wenn man mit dem Rad durchfahren will, geht das oft nur, indem man sich durch Fahrzeuge durchquengelt. Kann man nicht auch ein paar Hindernisse entfernen, damit Fahrräder, Kinderwagen und Rollatornutzer besser durch den Engpass kommen? Es liegen dort Steine, ein Beet verhindert das Durchfahren. Es besteht ohnehin dort Parkverbot." Im Stadtgebiet dürfe man nur auf gekennzeichneten Flächen parken. ´ Um eine mangelhafte Fahrbahnmarkierung in Nettelstedt an der K 15/Schäferkuh-lenweg geht es in einer anderen Mitteilung an die Lokalredaktion. Die Markierung sei notwendig gewesen, da Verkehrsteilnehmer, die vom Schäferkuhlenweg nach links in die K 15 einbiegen, im Einmündungsbereich links fahren. Eine weitere Gefahr bestehe darin, dass ein auf der K 15 fahrendes Fahrzeug oder ein Fahrer, der von der K 15 in den Schäferkuhlenweg einbiegen will, "übersehen wird". Auf dem Schäferkuhlenweg sei die Sicht nach rechts auf die K 15 "stark eingeschränkt". ´ Als "unübersichtlich" für Fußgänger und Radfahrer beschreibt eine Leserin die Situation an der Kreuzung Osnabrücker Straße/Strubbergstraße. Am Übergang zum Parkplatz werde man spät gesehen von den oft schnell fahrenden Autofahrern. Von denen habe ihr schon so mancher "einen Vogel gezeigt".

realisiert durch evolver group