Viel befahren: Die B 239 ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung für Pendler. Entsprechend viel Verkehr herrscht hier zu den Stoßzeiten. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur||
Viel befahren: Die B 239 ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung für Pendler. Entsprechend viel Verkehr herrscht hier zu den Stoßzeiten. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur||

Lübbecker Land Jeder Zweite fährt zur Arbeit in einen anderen Ort

Statistik: Lübbecke hat mit 66 Prozent die höchste Pendlerquote. Kommunen wie Hüllhorst, Pr. Oldendorf und Rahden "schrumpfen" täglich

Frank Hartmann
Sandra Spieker-Beutler

Lübbecker Land. Jeden Tag steigen knapp 35.000 Menschen aus dem Lübbecker Land in ihr Auto, in einen Bus, die Bahn oder aufs Fahrrad, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, der außerhalb der jeweiligen Stadtgrenzen liegt. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Landesamtes IT NRW für das Jahr 2016 hervor. Damit liegt das Lübbecker Land im Landestrend. Jeder zweite Erwerbstätige pendelte 2016 zur Arbeit in eine andere Gemeinde, vermeldet IT NRW. Insgesamt 4,65 Millionen der 9,05 Millionen Erwerbstätigen im Land fuhren 2016 arbeitstäglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Die Stadt Lübbecke zählt demnach 11.996 Einpendler und 7.712 Auspendler und gehört damit zusammen mit Espelkamp (8.708 Einpendler, 6.963 Auspendler) und Stemwede (4.426/4.256) zu den Kommunen, die tagsüber wachsen. Laut Claus Buschmann, Wirtschaftsförderer der Stadt Lübbecke, bedeutet ein positiver Pendlersaldo, dass mehr Menschen in eine Stadt fahren, um hier zu arbeiten, als anderenorts ihrem Beruf nach-zugehen. Die weit überwiegende Zahl an Einpendlern gehöre für die Stadt Lübbecke zu den wichtigen Indizien dafür, dass die Kommune attraktive Arbeitgeber habe. Andere Kommunen "schrumpfen" Andere Kommunen hingegen "schrumpfen": Nach Hüllhorst fahren 2.863 Berufstätige, 5.047 verlassen dagegen ihren Wohnort. Die meisten zieht es nach Lübbecke und Bad Oeynhausen. In Pr. Oldendorf sind es 2.314, die ein- und 4.851, die auspendeln. Ein großer Anteil arbeitet in Lübbecke. Für Rahden haben die Statistiker 3.472 Einpendler und 5.250 Auspendler ermittelt. Die meisten Einpendler im Kreisgebiet hat Minden (27.462), ihnen stehen 16.927 Berufstätige gegenüber, die die Kreisstadt tagtäglich verlassen. Auf Platz zwei folgt Bad Oeynhausen (17.516 Einpendler, 12.336 Auspendler). Gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen hat somit Lübbecke im Altkreis mit 66,4 Prozent die höchste Einpendlerquote, gefolgt von Stemwede (60,1) und Espelkamp (59,8). Die höchste Auspendlerquote haben Pr. Oldendorf und Hüllhorst (beide 70,1). Für den täglichen Arbeitsweg nehmen Menschen aus dem Lübbecker Land auch mehr als 50 Kilometer Entfernung auf sich. So erfasst die Statistik beispielsweise 98 Berufspendler aus Rahden, die in Bielefeld (50 Kilometer) ihrem Job nachgehen. Oder 117 Lübbecker, die in Münster arbeiten. (78 Kilometer).

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