Fühlt sich einsam: Anne (Burcin Giousuf, Mitte) wird zunächst gehänselt, weil sie freundlich ist. - © Imme Lohmeyer-Lorek
Fühlt sich einsam: Anne (Burcin Giousuf, Mitte) wird zunächst gehänselt, weil sie freundlich ist. | © Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke Premiere des Teeniestücks "Stunkies" auf der Freilichtbühne Nettelstedt

Die zweite Auflage des Teenie-Stücks kam im Nettelstedter Spielerheim prima an. Gäste belohnten die lustige Geschichte mit viel Applaus

Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke-Nettelstedt. Volles Haus, prima Stimmung und eine schöne Inszenierung: Unter großem Applaus verließen "Die Stunkies" die Bühne des ausverkauften Spielerheims in Nettelstedt. Somit war auch das zweite Teenie-Stück der Freilichtbühne ein voller Erfolg geworden. "Wir hatten noch nie 16 Kinder auf dieser kleinen Bühne", erzählte Melanie Fründ, die gemeinsam mit Maren Wulff die Spielleitung übernommen hatte. Aber die spielfreudigen Kinder zwischen acht und 14 Jahren hatten die Herausforderung bestens gemeistert. Sie bescherten den Zuschauern eine turbulente und geräuschvolle Zeit bei der Premierenaufführung. Die Idee, dass hinter jedem bockigen Verhalten eines Schülers ein für Menschen unsichtbarer "Stunkie" steckt, ist genial. Das fand auch Melanie Fründ, die das Stück aussuchte. Der Autor und Lehrer Marc Siebentritt zeigte sich hier als absoluter Kinderversteher. Daher hatten die Kleinen auch riesigen Spaß bei der Aufführung, und der Funke sprang sofort ins Publikum über. Die Kostümierung war nett anzusehen Die Kostümierung der acht Stunkies war nett anzusehen. Alle hatten wirre Lockenköpfe in unterschiedlichen Farben und dementsprechende Gesichtsbemalung und Kleidung. Das Bühnenbild war simpel gehalten, eine normale Klasse, wie man sie in jeder Schule vorfindet. Leider wurde die Harmonie unter den Schülern erheblich gestört, bis auch Lehrerin Bömmel (Gwynne Tame) die Nerven verlor. Sie provozierten sich gegenseitig und schrien einander an. Darüber freuten sich natürlich die Stunkies, die sich rasch vermehrten, bis jedem Schüler ein eigener Stunkie Gemeinheiten ins Ohr flüsterte. Unter den Stunkies fiel vor allem der orangene Ministunk (Anne-Lin Seger) in seiner reizenden Naivität auf. Da er noch wenig Erfahrung im Stänkern hatte, fielen ihm als Schimpfworte nur Himbeere und Pfirsich ein, sehr zur Belustigung des Publikums. Nur Neuling Anne (Burcin Giousuf) vermochte es, den Stunkies das Handwerk zu legen, indem sie freundlich zu ihren Mitschülern war. Damit begann das Stück von vorn, nahm aber einen anderen Ausgang. Ober-Stunkie Motz-Klotz (Benjamin Mitschke) verließ als erster verzweifelt die Bühne. Seine Kollegen folgten ihm nach und nach, bis nur noch die Schüler auf der Bühne waren, die sich schließlich bei ihrer Lehrerin für ihr schlechtes Benehmen entschuldigten. Weitere Schülerrollen gespielten Sophie Grau, Ole Fründ, Klaas Engelage, Ian Tame, Frederik Wulff und Jantje Siebarth. Als weitere Stunkies waren zu sehen: Ben Knicker, Lina Hannemann, Carlotta Stork, Jasper Bach, Joyce Tame und Silas Rabe. Viel Spaß bei den Proben "Wir hatten sehr viel Spaß bei den Proben", verriet Spielleiterin Fründ. Die Winterbühne sei eine Herausforderung für die Kinder, weil sie hier, ohne Mikrofon, mehr mit ihrer Stimme arbeiten müssten. Die begeisterten Gäste belohnte die jungen Akteure mit reichlichem Applaus.

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