Der Anfang ist gemacht: Volker Arning, Dirk Nagel, Eike Kottkamp und Frank Haberbosch haben den Spaten in die Hand genommen. Links neben ihnen auf dem Sockel hält KURT, Symbolfigur und Aushängeschild des ehrgeizigen Projekts, die Nettelstedter Fahne hoch und wirbt für den Kunstrasen-Trainingsplatz. - © Foto: Klaus Frensing
Der Anfang ist gemacht: Volker Arning, Dirk Nagel, Eike Kottkamp und Frank Haberbosch haben den Spaten in die Hand genommen. Links neben ihnen auf dem Sockel hält KURT, Symbolfigur und Aushängeschild des ehrgeizigen Projekts, die Nettelstedter Fahne hoch und wirbt für den Kunstrasen-Trainingsplatz. | © Foto: Klaus Frensing

Lübbecke Nettelstedter bauen Allwetterplatz

Spatenstich: Bürgermeister lobt den Einsatz des Dorfes für ein "ambitioniertes Projekt". Im Herbst soll der neue Platz bespielbar sein

Klaus Frensing

Lübbecke-Nettelstedt. Die Nettelstedter haben alle Skeptiker überrascht, auch den Bürgermeister. "Das ist ein sehr ambitioniertes Projekt und ich habe anfangs gedacht, dass Ihr das nicht schafft", sagte Frank Haberbosch, als er am Samstagabend das Arbeitsgerät zum ersten Spatenstich des Kunstrasenplatzes in die Hand nahm und dem TuS-Aktiven zu der "großen Leistung" gratulierte. Zudem habe das Projekt auch eine soziale Komponente: "Wenn ein Dorf so ein Projekt schafft, schafft das Identität." Wie wichtig der Kunstrasen-Trainingsplatz für die Zukunft des Fußballsports in Nettelstedt ist, unterstrichen TuS-Vorsitzender Volker Arning und Fußballobmann Eike Kottkamp. Da der Handballsport in Nettelstedt boome, stünden den Fußballern nur begrenzte Hallenzeiten zur Verfügung. Zudem sei der Rasenplatz witterungsbedingt für rund 55 Prozent des Jahres gesperrt, fügte Eike Kottkamp hinzu. Gerade im Nachwuchsbereich hätten diese Spiel- und Trainingsausfallzeiten negative Auswirkungen. "Wer will schon ein halbes Jahr Pause machen und nicht trainieren", sagte Eike Kottkamp. Kunstrasenplatz ist entscheidend für Vereinszukunft Deshalb sei in seinen Augen das Projekt Allwetterplatz das wichtigste und sinnvollste Vorhaben der letzten Jahre, unterstrich er. Neben der Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten für alle Fußballer gewinne der Verein insgesamt an Attraktivität, denn auch "andere Sportarten wie Faust- und Handball werden von den neuen Möglichkeiten profitieren", ist der Fußballobmann überzeugt.. 2013 habe man das Projekt gestartet, sagte Volker Arning. Man sei von Anfang an bei der Stadt auf offene Ohren gestoßen, bedankte er sich bei Frank Haberbosch und Rolf Kleffmann sowie allen Sponsoren. Der Vereinsvorsitzende nannte den Kunstrasen-Trainingsplatz ein "wegweisendes Projekt", das die Zukunft des Vereins positiv beeinflussen werde. Entstehen wird der neue 55 mal 32 Meter große Allwetterplatz auf der Trainingsfläche im Norden des Sportgeländes. Das große Spielfeld und die Laufbahn würden im Zuge der Arbeiten um fünf Meter verkürzt und die Weitsprunganlage verlegt, erklärte Landschaftsarchitekt Dirk Nagel. Neben dem Kunstrasenplatz soll noch ein Beachsoccerfeld entstehen. Symbolfigur und Aushängeschild Symbolfigur und Aushängeschild des Projekts ist KURT (KUnstRasenTrainingsplatz): Der Nettelstedter Fahnenträger, aus einer Schaufensterpuppe entstanden und schwarz lackiert, hat in den vergangenen Wochen und Monaten fleißig für das Projekt geworben. Jeder, der die Umsetzung des Allwetterplatzes unterstützt, hat sich damit einen Platz am KURT-Sockel gesichert. Im Frühjahr wird, sobald das Wetter mitspielt, mit den Erdaushubarbeiten begonnen. Im Herbst soll dann der Ball auf dem neuen Platz rollen. Insgesamt kostet das Projekt gut 100.000 Euro. Die Stadt gibt 50.000 Euro, zudem leistet der Verein 22.000 Euro an Eigenhilfe, der Rest wird mit Spendengeldern finanziert.

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