Vertrag läuft am Saisonende aus: Spielmacher Kenji Hövels ist genau wie Ante Kaleb (l.) nur noch bis zum 30. Juni an den TuS N-Lübbecke gebunden. - © Oliver Krato
Vertrag läuft am Saisonende aus: Spielmacher Kenji Hövels ist genau wie Ante Kaleb (l.) nur noch bis zum 30. Juni an den TuS N-Lübbecke gebunden. | © Oliver Krato

Lübbecke Viel Arbeit: Beim TuS N-Lübbecke laufen zwei Drittel aller Verträge zum Saisonende aus

Handball-Bundesliga: Beim TuS N-Lübbecke laufen am Saisonende die Verträge von neun Spielern und Trainer Aaron Ziercke aus. Schlüsselspiel am 11. Februar gegen TVB Stuttgart

Rainer Placke

Lübbecke. Seit Mittwoch bereitet sich Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke auf den zweiten Saisonteil vor, der am 11. Februar mit einem extrem wichtigen Heimspiel gegen den TVB Stuttgart beginnt. Doch nicht nur die sportlichen Aufgaben ab Februar haben es in sich für den Bundesliga-Aufsteiger, sondern auch die Verhandlungen bei der Zusammenstellung des Teams für die kommende Saison. Immerhin laufen am Saisonende nicht nur der Vertrag von Trainer Aaron Ziercke, sondern auch die bisherigen Vereinbarungen mit neun Spielern aus. Da kommt extrem viel Arbeit auf Geschäftsführer Torsten Appel, Teammanager Zlatko Feric sowie Beiratssprecher Armin Gauselmann zu. Auslaufende Verträge Die vertraglichen Vereinbarungen, die nur noch bis zum 30. Juni diesen Jahres Gültigkeit besitzen, betreffen die beiden Rechtsaußen Rene Gruszka und Luka Rakovic, Linksaußen Tim Remer, Kapitän und Kreisläufer Nils Torbrügge, Abwehrchef Piotr Grabarczyk sowie die Rückraumspieler Pontus Zetterman, Lukasz Gierak, Ante Kaleb und Kenji Hövels. Auch der Kontrakt mit Trainer Aaron Ziercke läuft am Saisonende aus – wobei beide Seiten zuletzt signalisierten, gerne miteinander weiter arbeiten zu wollen. „Wir haben bereits mit allen Spielern und deren Beratern gesprochen. In den kommenden Wochen dürften einige Entscheidungen fallen", sagt Teammanager Zlatko Feric zu diesen vielen zu erledigenden Personalien. Der Fall Nils Torbrügge Kapitän und Kreisläufer Nils Torbrügge wird seit Ende des vergangenen Jahres hartnäckig mit der HSG Wetzlar in Verbindung gebracht, die einen Nachfolger für den im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen wechselnden Nationalspieler Jannik Kohlbacher sucht. Die Wetzlarer halten sich genau wie Nils Torbrügge bedeckt und wollen sich nicht konkret zu den Kontakten äußern – was als Zeichen einer bereits getroffenen Vereinbarung zu verstehen sein dürfte. Das bedeutet, dass der 25-jährige Torbrügge den nächsten Schritt in seiner Karriere anstrebt und den TuS N-Lübbecke nach zwei Jahren wieder verlassen wird. Wer noch einen gültigen Vertrag besitzt Es gibt aber auch einige Spieler, die noch an den TuS N-Lübbecke gebunden sind. Dazu gehören die beiden Torhüter Peter Tatai und Joel Birlehm, der garantiert die Begehrlichkeiten anderer Vereine geweckt hat. Birlehm ist bis 2019 an den Aufsteiger gebunden und hat nie einen Hehl daraus gemacht, seine sportlich Zukunft in der ersten Bundesliga zu sehen. Rückraumspieler Marko Bagaric, der im Sommer des vergangenen Jahres geholt wurde, ist bis 2019 vertraglich gebunden. Kurz vor dem letzten Lübbecker Spiel des vergangenen Jahres gegen GWD Minden gab der Verein die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Linksaußen Jens Bechtloff, Kreisläufer Moritz Schade und Linkshänder Jo Gerrit Genz bekannt. Demnach sind aktuell sechs Spieler über das Saisonende hinaus beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag. „Wir tun alles, um möglichst schnell Klarheit in die personelle Zusammensetzung des Kaders zu bekommen", sagt Zlatko Feric zu dieser Thematik. Nachverpflichtungen möglich Der TuS N-Lübbecke ist nach wie vor darum bemüht, die Mannschaft für den zweiten Saisonteil zu verstärken, um den Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich gestalten zu können. Seit kurzem steht fest, dass ein Sponsor Geld zur Verfügung gestellt hat, das den laufenden Etat nicht belastet. „Das war im Sommer des vergangenen Jahres noch nicht der Fall. Wir haben schon einige Möglichkeiten abgeklopft, doch bisher sind wir noch nicht fündig geworden", sagt Teammanager Zlatko Feric. Zudem gilt bei dieser Personalie: es wird nur ein Spieler geholt, der das Niveau deutlich anhebt und sofort helfen kann. Sportliche Aufgaben Gleich die erste Partie nach der EM-Pause besitzt richtungsweisenden Charakter. Am Sonntag, 11. Februar, erwartet die Mannschaft Aaron Zierckes mit dem TVB Stuttgart einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Ich denke, das ist ein absolutes Schlüsselspiel", blickt Zlatko Feric schon in den nächsten Monat. Vier Tage, am 15. Februar, später geht es für den Drittletzten TuS N-Lübbecke mit einem Auswärtsspiel bei FA Göppingen weiter. Im Februar folgt noch ein weiteres Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar, wo der Neuling am 25. Februar um 12.30 Uhr anzutreten hat. Am Sonntag, 4. März, folgt ab 12.30 Uhr ein weiteres Schlüsselspiel in der Lübbecker Kreissporthalle gegen den TV Hüttenberg. Außerdem genießt der TuS N-Lübbecke noch Heimrecht gegen den HC Erlangen (Sonntag, 1. April, ab 12.30 Uhr) sowie die Eulen Ludwigshafen (Donnerstag, 19. April, 19 Uhr). Abgeschlossen wird die Saison, an deren Ende der Klassenerhalt stehen soll, am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr beim TBV Lemgo. Bis dahin liegt noch extrem viel Arbeit vor den Akteuren und Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke.

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