Notarzteinsatz: Die Rettungsdienste im Lübbecker Land bereiten sich auf Silvester vor. - © Symbolfoto: dpa
Notarzteinsatz: Die Rettungsdienste im Lübbecker Land bereiten sich auf Silvester vor. | © Symbolfoto: dpa

Kreis Minden-Lübbecke Alkohol, Schlägereien, Böller: Notaufnahmen sind für Silvester gewappnet

Sicherheit ist oberstes Gebot: Durch falsche Handhabung von Böllern sind gravierende Verletzungen möglich. Auch Alkoholvergiftungen und Folgen von Schlägereien beschäftigen Mediziner an Silvester.

Kirsten Tirre

Kreis Minden-Lübbecke. Die Silvesterknallerei ist immer auch gefährlich, denn Raketen, Böller und Knaller sind pyrotechnische Gegenstände, die explosionsgefährliche Stoffe enthalten. Die Notaufnahmen der Mühlenkreiskliniken sind entsprechend vorbereitet. Wie Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkeiskliniken sagt, wird in der Silvesternacht wieder mit einem einen Anstieg der Verletztenzahl gerechnet. "In den vergangen Jahren wurden zum Jahreswechsel Patienten mit Alkoholvergiftungen und Verletzungen durch Schlägereien in die Notaufnahmen eingeliefert. Schwere Verletzungen durch Silvesterböller sind zum Glück die Ausnahme." Häufiger beobachten die Mitarbeiter der Notaufnahmen leichte Verbrennungen an Armen und Händen. Am Krankenhaus Lübbecke-Rahden werden pro Jahr etwa fünf Personen mit leichten Verbrennungen behandelt. In Minden suchen in der Silvesternacht üblicherweise etwa zehn Patienten mit Verbrennungen durch Silvesterfeuerwerk die Notaufnahme des Johannes Wesling Klinikums auf. Schwere Verletzungen durch Rakete im Gesicht Im vergangenen Jahr musste zudem ein Schwerverletzter in Minden behandelt werden, dem eine Silvesterrakete ins Gesicht geflogen war. Der Patient erlitt schwere Verbrennungen. Bleibende Schäden durch Silvesterfeuerwerk wie amputierte Finger oder Hände gab es in den vergangenen Jahren glücklicherweise nicht zu beklagen. Grundsätzlich seien solche gravierenden Verletzungen durch falsche Handhabung von Böllern oder Raketen aber möglich. Bei Feuerwerk der Kategorie zwei ist in der Regel ein Sicherheitsabstand von mindestens acht Metern einzuhalten, so die Bezirksregierung in ihrer Mitteilung zum Silvesterfeuerwerk. Verbraucher sollten unbedingt die Gebrauchsanleitung lesen und die Warnhinweise beachten. Sicherheit im Umgang mit Feuerwerkskörpern sei oberstes Gebot. Ein Trend werde in den Notaufnahmen auch beobachtet, so Christian Busse. "Immer mehr Verletze suchen bei Partyunfällen erst Stunden nach der eigentlichen Verletzung ärztliche Hilfe." Dieses führen die Mediziner auf die betäubende Wirkung von Alkohol zurück. Aus diesem Grund werde auch für den Neujahrstag mit vollen Notaufnahmen zu rechnen sein.

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