Große Familie: Gerade einmal acht Wochen sind die Pinscher-Shih-Tzu-Welpen alt. Den Mittagsschlaf halten sie natürlich gemeinsam ab. - © Alexander Lange
Große Familie: Gerade einmal acht Wochen sind die Pinscher-Shih-Tzu-Welpen alt. Den Mittagsschlaf halten sie natürlich gemeinsam ab. | © Alexander Lange

Lübbecke Pinscher-Hündin Lotta bringt elf Welpen zur Welt

Alle sind kerngesund und putzmunter

Alexander Lange

Lübbecke. Der 29. Juni 2017: Für viele ein gewöhnlicher Donnerstag, für Christin Gößling ein unvergessliches Datum. Mit leuchtenden Augen erinnert sich die junge Lübbeckerin an das ungeplante Glück zurück: „Unsere Pinscher-Hündin Lotta war trächtig, alles war geplant und vorbereitet." Die Tierärztin bescheinigte der dreijährigen Lotta gute Gesundheit und eine unkomplizierte Trächtigkeit. Auf einen Ultraschall verzichtete die Ärztin. Christin Gößlings Schwiegervater Gerd scherzte über den kugelrunden Bauch von Hündin Lotta: „Da kommen bestimmt zehn Welpen raus. Ihr Bauch hängt bis zum Boden." Zu dem Zeitpunkt lachte Christin Gößling nur über die steile Prognose. Im Normalfall bringen kleinere Hunderassen vier bis fünf Welpen zur Welt. »Für mich grenzt das Ganze an ein riesiges Wunder« Gut 36 Stunden dauerte die Geburt. Familie Gößling staunte nicht schlecht: Elf Welpen in nur einem Wurf hatte Hündin Lotta zur Welt gebracht. Große Strapazen für die Pinscher-Hündin. Christin Gößling traute ihren Augen nicht: „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Für mich grenzt das Ganze an ein riesiges Wunder." Alle elf Welpen waren kerngesund, nur der kleine Gismo wirkte kraftlos. „Er wog nur 100 Gramm. Da habe ich mir schon Sorgen gemacht", erzählt Christin Gößling. Gismo war der letzte im Bauch von Hündin Lotta, doch auch er überstand die riskanten ersten Tage nach der Geburt. Zwei Wochen lang zog die Hundebesitzerin alle elf Welpen mit der Flasche groß. Hundemama Lotta litt an schmerzhaftem Milchstau, sodass sie ihre Welpen nicht säugen konnte. Tag und Nacht kümmerte sich Christin Gößling um den tierischen Nachwuchs. Ein Kraftakt, der ohne den Rückhalt ihrer Familie und Schwestern kaum möglich gewesen wäre: „Alleine ist so etwas nicht machbar. Ganz besonders muss ich meiner Schwester Jennifer danken. Sie war jeden Tag da und hat sich um die Kleinen gekümmert, wenn ich arbeiten war. Solch eine Unterstützung ist einfach beispiellos." Und auch wenn Christin Gößling Ebby, Mia, Emma, Ben, Pippin, Amy, Peaches, Penelope, Jay-Jay, Ava und Gismo längst tief in ihr Herz geschlossen hat, werden die elf Abenteurer nicht ewig im heimischen Garten tollen können: „Nach der Impfung werden wir sie abgeben müssen. Ava bleibt hier, einer geht nach Hamburg und einer an die Ostsee." Und der Rest? Die übrigen acht bleiben im Lübbecker Land, ziehen zur Familie, zu den Geschwistern und Freunden von Christin Gößling. Stiller Beobachter im Hintergrund bleibt Christin Gößlings Partner Sascha. „Ich hätte da zu viel bekommen", sagt er und lacht, während er Christin Gößling beim Spielen mit den elf Abenteurern beobachtet: „Die Hunde-Begeisterung, die mir fehlt, die hat sie zu viel." Doch in drei Jahren soll es dann das große Familientreffen im Garten von Christin Gößling geben – mit Ebby, Mia, Emma, Ben, Pippin, Amy, Peaches, Penelope, Jay-Jay, Ava, Gismo, Hundemama Lotta und Hundepapa Timmy. Und ganz besonderen Erinnerungen an den 29. Juni 2017.

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