Die Maximalhöhe für Windkraftwerke könnte nach der Studie nach oben klettern. Womöglich wird auch die Anzahl der ausgewiesenen Flächen größer. Laut geltender Gesetzeslage muss der Abstand zur Wohnbebauung jedoch größer werden, wenn die Anlagen höher sind. - © FOTO: TYLER LARKIN
Die Maximalhöhe für Windkraftwerke könnte nach der Studie nach oben klettern. Womöglich wird auch die Anzahl der ausgewiesenen Flächen größer. Laut geltender Gesetzeslage muss der Abstand zur Wohnbebauung jedoch größer werden, wenn die Anlagen höher sind. | © FOTO: TYLER LARKIN

Hüllhorst Prüfauftrag für mehr Windkraft

Warum die Gemeinde ihre existierenden Flächen für Windenergie möglicherweise ausweiten wird

Hüllhorst. Schneller, höher, weiter. Das Motto könnte bald für die Nutzung von Windenergie gelten. Gestern verabschiedete der Bauausschuss einen Prüfauftrag für neue Flächen.

Bisher verfügt die Gemeinde Hüllhorst über zwei so genannte Sonderbauflächen für Windenergie in der Ortschaft Huchzen. Durch die im Bund beschlossene Energiewende und durch neue Gesetze des Landes könnte es aber notwendig werden, dass weitere Flächen ausgewiesen werden müssen. Darauf verwies Bauamts-Chefin Susanne Lindemann.

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Was geprüft wird

Untersucht werden die Windverhältnisse.

Zudem wird geprüft, welche Standortfaktoren gegen die Errichtung von Windmühlen sprechen.

Das sind etwa Wohn- oder Naturschutzgebiete in der Nähe.

Überprüft wird auch, ob in der Nähe der Anlagen geschützte Tiere vorkommen.

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"Konkret müssen wir damit rechnen, dass unsere derzeitige Höhenbegrenzung von 100 Metern vor keinem Gericht Bestand hätte", sagte sie. Zudem sind laut aktueller Gesetzgebung auch Windkraftwerke auf Waldflächen erlaubt – sofern sie keine gefährdeten Tiere stören.

Um die existierenden Flächen für Windenergie mit der geltenden Gesetzgebund abzugleichen, hat der Hüllhorster Bauausschuss beschlossen, dass das gesamte Gemeindegebiet nach möglichen weiteren Flächen für Windenergie untersucht wird. Zudem soll auf existierenden Flächen, wenn möglich, die maximale Bauhöhe aufgestockt werden. Susanne Lindemann: "Das Land geht derzeit von einer Optimalhöhe von 125 Metern aus." Die so genannte Potentialanalyse haben andere Städte im Mühlenkreis bereits auf den Weg gebracht.

Die Mitglieder des Bauausschusses votierten einstimmig dafür, dass die nun in Hüllhorst durchgeführt wird. Susanne Lindemann rechnet damit, dass die Analyse in zwei Jahren fertig gestellt ist. Die Untersuchung könnte zu dem Ergebnis kommen, dass weitere Flächen für Windenergie sinnvoll wären. Es ist aber auch möglich, dass die Analyse zu dem Schluss kommt, dass die bestehenden Flächen in Huchzen das Potential ausreizen.

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