Stetig gewachsen: Mehr als 1.300 Schüler besuchen die Gesamtschule. Sie werden von mehr als 100 Lehrern unterrichtet. Nicht nur bei größeren Veranstaltungen kommt es zu Parkproblemen. - © Foto: Privat
Stetig gewachsen: Mehr als 1.300 Schüler besuchen die Gesamtschule. Sie werden von mehr als 100 Lehrern unterrichtet. Nicht nur bei größeren Veranstaltungen kommt es zu Parkproblemen. | © Foto: Privat

Hüllhorst Neues Konzept für Busverkehr und Parken an der Gesamtschule

Beratungen: Bau- und Umweltausschuss befasst sich heute mit den Plänen, die zu einer Verbesserung der bisherigen Verkehrssituation führen sollen. Varianten wurden in Bürgerversammlung vorgestellt

Hüllhorst (tir). Die Gesamtschule befindet sich inmitten des Hüllhorster Zentrums und wurde im Laufe der Jahre immer wieder erweitert. Auf Grund der unbefriedigenden Verkehrssituation im Bereich der Schule durch den Schulbusverkehr, den Bring- und Holverkehr der Schüler, die unzureichende Parksituation sowie den vorgesehenen Ausbau der Straße "Kantorweg", hat das Büro Drees & Huesmann 2016 von der Gemeinde den Auftrag für die Aufstellung eines Verkehrskonzeptes erhalten. Dies wurde zwischenzeitlich überarbeitet und wird am heutigen Donnerstag in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt. Acht Busstellplätze gleichzeitig zur Verfügung Bereits im Oktober 2016 fand ein erstes Abstimmungsgespräch mit Schulleitung und Busunternehmen statt. Mit den Ergebnissen des Abstimmungsgespräches wurde dann ein erster Entwurf aufgestellt, der im November 2016 im Bauausschuss vorgestellt wurde. An die Vorstellung schloss sich im April 2017 eine Bürgerinformationsveranstaltung an. Die Anregungen der Bürger seien in das Konzept eingearbeitet worden, das nunmehr in der überarbeiteten Fassung beraten wird. Die Bedarfsermittlung hatte unter anderem ergeben, dass acht Busstellplätze gleichzeitig zur Verfügung stehen sollten. Wegen der notwendigen Aufstellfläche für die Schüler sollen diese Flächen vergrößert werden. Dafür sollen vorhandene Hecken und Gebüsche entfernt werden. Die vom Planer favorisierte Variante sieht vor, dass alle Schulbusse über den Drosselweg fahren. Der Fahrt über den Kantorweg würde entfallen. Wegen der Rangierabstände könnten allerdings nur sieben Busse anhalten, deshalb muss dann eine organisatorische Lösung gefunden werden. Damit der Verkehrsfluss nicht gestört wird, sieht das Konzept einen separaten Haltepunkt für die "Elterntaxis" vor. Eine andere Variante sah sägeförmige Stellplätze für acht Busse vor. Diese Variante wurde aber aus Kostengründen bereits verworfen. An Stellplätzen im Bereich der Gesamtschule sind zur Zeit 97 verfügbar. Diese Zahl ist aber bei weitem nicht ausreichend, da auch die über 18-jährigen Schüler - 250 sind es insgesamt - Parkplätze benötigen. Das Konzept geht von einem Gesamtbedarf von 190 Parkplätzen für Lehrer, Schulmitarbeiter und Schüler aus. Ein großer Teil neuer Parkplätze (69) könnte nördlich der Straße Lienenkamp auf einer zurzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche entstehen. Hierzu müsste die Gemeinde die Fläche erwerben. Das westlich an die Parkfläche angrenzende Areal, das im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche ausgewiesen ist, würde erhalten bleiben. Auf optische und emissionstechnische Abschirmung sei dann entsprechend zu achten. Eine Erweiterung der Parkfläche um 22 Stellplätze unterhalb der Straße Lienenkamp wäre dem Konzept nach später noch ohne weiteres möglich. Geparkt werden könne zudem in der Osterstraße auf den bisher als Busbuchten genutzten Flächen. Was den Kantorweg betrifft sieht das Konzept vor, dass der Busverkehr aus dem Weg herausgenommen wird. Variante A sieht den Ausbau des Kantorweges als Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach Süden vor, Variante B einen Ausbau mit Zweirichtungsverkehr. Sowohl Planer wie auch die Äußerungen in der Bürgerversammlung sprechen sich gegen den Zweirichtungsverkehr aus. Die öffentliche Sitzung mit Beratung über das Verkehrskonzept beginnt heute um 17.30 Uhr in der Mensa der Gesamtschule, Osterstraße 7.

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