Suche auf vier Pfoten: Um besonders unwegbares Gelände zu erschließen, kamen insgesamt vier Spürhunde der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Sie wurden von den Polizeihauptkommissaren Stefan Meier (Foto mit Hündin Lissy) und Ulrich Hitzmann geführt. - © Foto: Alexander Lange||
Suche auf vier Pfoten: Um besonders unwegbares Gelände zu erschließen, kamen insgesamt vier Spürhunde der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Sie wurden von den Polizeihauptkommissaren Stefan Meier (Foto mit Hündin Lissy) und Ulrich Hitzmann geführt. | © Foto: Alexander Lange||

Hüllhorst-Ahlsen Vermisster Hüllhorster ist tot

Fahndung: Seit dem 2. Oktober suchten Kreis- und Bereitschaftspolizei nach dem 78-jährigen Rentner. Ein Spürhund fand den leblosen Mann am Mittwochmittag in der Nähe des Mühlenbachs

Alexander Lange

Hüllhorst-Ahlsen. Seit Montagmorgen, 2. Oktober, fehlte von dem 78-jährigen Rentner aus Ahlsen jede Spur. Eine Zeit der Hoffnung und des Bangens für Familie und Freunde. Nun die traurige Gewissheit: Der Mann ist tot. Am Mittwochmittag hatten die Beamten der Kreispolizei Minden-Lübbecke nochmals den Druck erhöht und mit vier belgischen Schäferhunden, Fiene (6 Jahre alt), Drago (3), Lotty (11) und Lissy (9), unter der Leitung der Polizeihauptkommissare Stefan Meier und Ulrich Hitzmann nach dem Vermissten gesucht. Leiche im hohen Gras Die Hunde starteten am Regtbrink und durchforsteten von dort aus das Gebiet rund um den Tuddentalbach. Anschließend setzten sie die Suche in westlicher Richtung fort. In der Nähe der Teiche am Mühlenbach, abseits der Straße Heithof, fand Spürhund Lotty schließlich die Leiche des Vermissten im hohen Gras - nur wenige hundert Meter von dem Wohnhaus des Rentners entfernt. "Der Fundort erklärt auch, warum wir keine Hinweise aus der Bevölkerung bekommen haben und sich die Suche nach dem Vermissten so aufwendig gestaltete. Vermissten-Suchen sind im Allgemeinen immer sehr schwierig", erklärte Ralf Steinmeyer von der Kreispolizei Minden-Lübbecke. Der Fundort des 78-Jährigen sei weder von direkten Feld- noch von Waldwegen umgeben und somit auch keine klassische Route für einen Spaziergang oder ähnliches. Nichts desto trotz dürfe nicht der Eindruck entstehen, der Rentner sei nach dem Verschwinden direkt zu besagtem Ort zwischen Mühlenbach und Heithof gelaufen. "Es kann durchaus sein, dass der Vermisste vorher ganz woanders hergelaufen ist. Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen", so Ralf Steinmeyer. Nachdem die Polizeibeamten den Toten identifiziert hatten, informierten sie die Angehörigen des Vermissten. "Die Ermittlungen gehen aber weiter", so Ralf Steinmeyer. Die Leiche werde nun an die Staatsanwaltschaft übergeben, die anschließend entscheidet, ob der 78-Jährige Hüllhorster obduziert wird oder nicht. Erst dann könne ein Fremdverschulden mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. Anzeichen dafür habe es beim Auffinden der Leiche aber keine gegeben, so Ralf Steinmeyer. Anwohner boten Bereitschaftspolizei ihre Mithilfe an Die knapp 80 angerückten Bereitschaftspolizisten der Hundertschaften aus Bielefeld und Bochum hatten während des Vormittages auch die Anwohner der anliegenden Straßen nach dem Rentner befragt. Gleichzeitig durchkämmten sie die Gärten, ob sich dort möglicherweise der 78-Jährige aufhalten könnte. "Die Bereitschaftspolizisten sind bei der Befragung auf sehr große Unterstützung der Anwohner gestoßen. Viele erkundigten sich nicht nur, sondern boten sogar ihre Hilfe an", bedankte sich Ralf Steinmeyer von der Kreispolizei Minden-Lübbecke bei allen für ihren Einsatz.

realisiert durch evolver group