Hübsch geschmückt: Extra zu dem feierlichen Anlass hatte sich eine Gruppe von zehn Frauen zusammengefunden und das Festzelt mit Blumen und Tisch-Deko fein gemacht. An die 450 Besucher verfolgten die Feierstunde. - © Heike von Schulz
Hübsch geschmückt: Extra zu dem feierlichen Anlass hatte sich eine Gruppe von zehn Frauen zusammengefunden und das Festzelt mit Blumen und Tisch-Deko fein gemacht. An die 450 Besucher verfolgten die Feierstunde. | © Heike von Schulz

Hüllhorst Büttendorf feiert 975. Geburtstag

Eine Feierstunde mit mehr als 400 Besuchern im Festzelt. Party, Familiengottesdienst und Kinderspaß hielten den ganzen Ort auf den Beinen. In Büttendorf wird das "Wir-Gefühl" gelebt

Heike von Schulz

Hüllhorst-Büttendorf. Ein kraftvoller Schlag mit dem Holzhammer - und das Bier lief. Bürgermeister Bernd Rührup stach am Freitagabend das Geburtstagsfass im Festzelt an, wo seit Donnerstag 975 Jahre Büttendorf gefeiert wird. Dazu gab er Heiteres von Heinz Erhardt zum Besten: "Es ist bestimmt viel Schönes dran, am Element, dem nassen, weil man das Wasser trinken kann. Man kann?s aber auch lassen. Wasser trinkt nur der Vierbeiner. Der Mensch, der findet Bier feiner." Dann standen die mehr als 400 Besucher im geschmückten Festzelt von den Stühlen auf, um dem Geburtstagskind "Büttendorf" zuzuprosten. Zuvor wurde in einer Feierstunde mit Histörchen und Historie, Musikeinlagen und einer Welturaufführung (¦ Info) das Jubiläum gewürdigt. Moderator Rüdiger Ebert führte professionell durch den Abend, an dessen Beginn er Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft begrüßte. Ehrenbürger der Gemeinde Hüllhorst, Siegbert Wortmann, Computerpionier und Gründer der Wortmann Terra Impex Computer- und Datenverarbeitungs GmbH, war mit seiner Familie dabei. Hat der Computerhersteller mit Sitz in Schnathorst doch seinen Ursprung in Büttendorf. Den Schülern Emilie Pracht und Mattis Quellhorst war die Aufregung anzusehen, als sie auf der Bühne mit Matthias Duchouw, Leiter der Flöten-AG der Grundschule Büttendorf, zwei Musikstück vorspielten. Eyke Holzmeier, Vorsitzender der "Dorfgemeinschaft für ein zukunftsorientiertes Büttendorf" (DGZB), die das Festwochenende auf die Beine gestellt hatte, betonte: "Wir sind stolz auf das tolle Organisationsteam, die vielen freiwilligen Helfer und unsere Ortsvorsteherin Dietlind Scheding, dass wir dieses Fest feiern können." Bevor stellvertretender Landrat Reinhard Wandtke zum Mikrofon griff und sein Gastgeschenk überreichte, mischten die Turntiger das Festzelt auf. 25 Kinder im Alter hüpften nach einer Choreographie, dass der Zeltboden wackelte. Bürgermeister Rührup sagte: "In Büttendorf leben 782 Menschen. Und die lieben ihren Ort. Hier wird bürgerliches Engagement groß geschrieben." Die Lacher auf ihrer Seite hatten Karl-Heine Schrewe, Günter Niedringhaus und Helmut Lohaus von der Theatergruppe der Naturfreunde. Der Sketch "Der Währungsumlauf" auf Plattdeutsch kam an. Auch das Lied von Alina (11) und Marie (8) Stühmeier, "Alles das, was bleibt" von Christina Stürmer erntete einen Riesen-Applaus. Genauso wie Trompeter Maik Brune, der ein fantastisches Solo spielte. "Mut zur Lücke bei einem historischem Rückblick in 15 Minuten", meinte Eckhard Struckmeier, der die Geschichte Büttendorfs zusammenfasste und feststellte: "Büttendorf ist ein schönes Dorf mit einer langen Geschichte. Büttendorf hat sich eingegliedert, angepasst und dabei seine Eigenständigkeit bewahrt. Büttendorf hat die Kraft zur Veränderung und Erneuerung." Ortsvorsteherin Dietlind Scheding sagte zur Festgemeinde: "Macht es euch bewusst, ihr befindet euch im Ursprung von Hüllhorst." Sie bedankte sich bei den Fest-Machern Eyke Holzmeier, Marco Knefelkamp, Marcel Schuster, Peter Rehm und allen Helfern. Nach dem Zitat des Büttendorfers Erhard Held: "Es sind die Begegnungen mit Menschen, die unseren Alltag erhellen, wie Perlen im Sonnenschein" meinte sie: "Wir sind auf dem richtigen Weg zu unserem 1.000-jährigen Jubiläum." Der Samstag und Sonntag stand im Zeichen von Spaß für die ganze Familie. Bei der Fahrrad-Sternfahrt nach Büttendorf fuhren 36 Teilnehmer aus sieben Ortschaften zusammen 101 Kilometer, Ahlsen landete auf dem ersten Platz. Mehr als 40 Kinder erweckten "ihre" Grundschule auf Papier mit Buntstiften zum Leben, und in der rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft erfuhren sie alles über die Wildtiere in der heimischen Natur.

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